RAYONG: Eine natürliche Planktonblüte hat das Meerwasser am beliebten Mae Ramphueng Beach in der Provinz Rayong dunkel-schwarz-grün verfärbt. Nach Angaben von Meeresbehörden handelte es sich dabei nicht um eine Ölverschmutzung, wie zunächst von einigen Beobachtern befürchtet wurde.
Suthep Juala-or, Direktor des Forschungszentrums für Meeres- und Küstenressourcen im östlichen Golf von Thailand, erklärte, dass die Behörde am Sonntagnachmittag (21. Juni 2026) Hinweise aus der Bevölkerung über verfärbtes Meerwasser, unangenehme Gerüche sowie dunkle Verfärbungen entlang der Küste im Bezirk Mueang erhalten habe.
Lage entspannte sich noch am Nachmittag
Daraufhin wurden Mitarbeiter zur Untersuchung entsandt. Nach Angaben örtlicher Geschäftsbetreiber waren die Verfärbungen und eine starke Schaumbildung bereits seit den Morgenstunden sichtbar. Als die Beamten gegen 16.30 Uhr eintrafen, hatte sich die Situation jedoch bereits deutlich verbessert.
Das Wasser sei wieder wesentlich klarer gewesen, der unangenehme Geruch habe nachgelassen und entlang des Strandes seien nur noch kleinere Bereiche mit grünlichem Schaum sichtbar gewesen. Tote Meerestiere wurden nicht festgestellt.

Messungen an drei Überwachungsstationen ergaben normale Wasserwerte. Der pH-Wert lag zwischen 8,10 und 8,16, die Wassertemperatur zwischen 31,0 und 31,7 Grad Celsius. Der Salzgehalt betrug 29,2 bis 29,7 Promille. Der Gehalt an gelöstem Sauerstoff lag mit 6,6 bis 6,88 Milligramm pro Liter deutlich über dem vorgeschriebenen Mindestwert von vier Milligramm pro Liter.
Blaualgen lösten Planktonblüte aus
Nach Angaben von Suthep wurde die Verfärbung durch eine starke Vermehrung von Trichodesmium erythraeum verursacht. Dabei handelt es sich um eine Blaualgenart, die keine biologischen Giftstoffe produziert. Die Art kommt regelmäßig an der Ostküste Thailands vor und kann sogenannte Planktonblüten auslösen, die auch als „Red Tide“ bezeichnet werden und zu auffälligen Verfärbungen des Meerwassers führen.

Solche Planktonblüten entstehen meist durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Dazu zählen nährstoffreiche Einträge aus Regenfällen und Binnengewässern sowie günstige Wetterbedingungen, Sonneneinstrahlung, Wassertemperaturen sowie Strömungs- und Wellenverhältnisse.
Schaum kann Hautreizungen auslösen
Obwohl die Algen nicht giftig sind, rieten die Behörden der Bevölkerung, während solcher Blüten den direkten Kontakt mit verfärbtem Meerwasser oder Schaumansammlungen zu vermeiden. Insbesondere bei Menschen mit empfindlicher Haut könnten Reizungen auftreten.