PHETCHABURI: Die thailändische Einwanderungspolizei hat in der Provinz Phetchaburi einen 38-jährigen Franzosen festgenommen, der im Verdacht steht, an einem groß angelegten Anlagebetrug beteiligt gewesen zu sein. Nach Angaben von Pol. Maj. Gen. Songprote Sirisukha, dem Kommandeur der Immigration Division 3, wurde der Mann am Samstag (20. Juni 2026) in einer Poolvilla im Bezirk Cha-am aufgegriffen.
Gegen den als „Mr. Dogan“ identifizierten Verdächtigen lagen internationale Haftbefehle aus Frankreich und der Türkei vor. Zudem war er über eine sogenannte Red Notice von Interpol zur Fahndung ausgeschrieben.
Anleger mit Dubai-Kontakten gelockt
Den Ermittlungen zufolge soll der Franzose eine zentrale Rolle in einem Ponzi-System gespielt haben, das von einer fünfköpfigen Gruppe mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten betrieben worden sein soll. Die Täter gründeten demnach im Jahr 2022 eine angebliche Digital-Finanzfirma und behaupteten, enge Verbindungen zu großen Finanzunternehmen in Dubai zu unterhalten.
Renditeversprechen von 15 Prozent
Mit dem Versprechen außergewöhnlich hoher Renditen sollen Anleger, vor allem türkischstämmige Personen in Frankreich, Belgien, der Schweiz und Neuseeland, zur Investition bewegt worden sein. Die Beträge lagen laut Ermittlern zwischen 20.000 und 300.000 Euro pro Person. Den Investoren wurden monatliche Gewinne von 15 Prozent, eine Verfünffachung des eingesetzten Kapitals innerhalb eines Jahres sowie zusätzliche Prämien für die Anwerbung weiterer Anleger in Aussicht gestellt.
900 Opfer und 200 Millionen Euro Schaden
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden rund 900 Menschen geschädigt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 200 Millionen Euro geschätzt, was umgerechnet rund 7,5 Milliarden Baht entspricht.
Der Festgenommene befindet sich derzeit in Thailand in Gewahrsam. Gegen ihn wurde ein Auslieferungsverfahren eingeleitet.