Thailand vernichtet 77,9 Tonnen Drogen

Rauschgift aus mehr als 54.000 Fällen wird in Spezialöfen verbrannt

Während der viertägigen Aktion werden insgesamt 77,9 Tonnen beschlagnahmter Drogen in Spezialöfen vernichtet. Foto: epa/Narong Sangnak
Während der viertägigen Aktion werden insgesamt 77,9 Tonnen beschlagnahmter Drogen in Spezialöfen vernichtet. Foto: epa/Narong Sangnak

SAMUT PRAKAN: Das thailändische Gesundheitsministerium hat mit der 61. landesweiten Vernichtungsaktion für sichergestellte Drogen begonnen. Im Rahmen der viertägigen Maßnahme werden insgesamt 77,9 Tonnen beschlagnahmter Betäubungsmittel aus 54.097 Strafverfahren vernichtet. Die eigentliche Menge der Drogen beträgt ohne Verpackungsmaterial mehr als 62,85 Tonnen.

Die Vernichtungsaktion begann am Donnerstag (25. Juni 2026) in der Entsorgungsanlage des Unternehmens Akkhie Prakarn Plc in der Provinz Samut Prakan. An der Eröffnung nahmen Vertreter verschiedener Regierungsbehörden, Strafverfolgungsorgane, diplomatischer Vertretungen sowie nationaler und internationaler Organisationen zur Drogenbekämpfung teil.

Drogen sollen nicht zurück in den Umlauf

Nach Angaben von Narin Kalayanamit, Berater des Gesundheitsministers, soll die Aktion verhindern, dass sichergestellte Drogen erneut in Umlauf geraten. Gleichzeitig arbeite das Ministerium gemeinsam mit anderen Behörden an Programmen zur Rehabilitation und Wiedereingliederung von Drogenabhängigen.

Den größten Anteil der vernichteten Drogen machen Methamphetamin-Tabletten („Ya Ba“) mit mehr als 40 Tonnen aus. Hinzu kommen mehr als 21 Tonnen Crystal Meth („Ice“), über 1,3 Tonnen Ketamin, 173 Kilogramm Heroin, 63 Kilogramm MDMA sowie 47 Kilogramm Etomidat, das in Liquids für E-Zigaretten enthalten war.

Verbrennung bei über 1.200 Grad

Die Drogen werden vom 25. bis 28. Juni 2026 in speziellen Anlagen für gefährliche Abfälle verbrannt. Die mit Erdgas betriebenen Öfen verfügen über moderne Systeme zur Emissionskontrolle. Dabei arbeitet die erste Brennkammer mit Temperaturen von mehr als 850 Grad Celsius, die zweite mit über 1.200 Grad Celsius. Nach Angaben der Behörden werden dadurch mehr als 99,99 Prozent der gefährlichen organischen Stoffe vollständig zerstört.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben bis zum 22. Juni 2026 des laufenden Haushaltsjahres 120.313 Drogenkonsumenten ein Behandlungsprogramm begonnen. Davon hätten 44.531 ihre Rehabilitation bereits erfolgreich abgeschlossen.

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