KRABI: Trotz eines verhaltenen Buchungsverlaufs in der Nebensaison blickt das Luxusresort Pimalai Resort & Spa auf Koh Lanta optimistisch auf die kommende Hauptreisezeit. Nach Angaben von Mitinhaberin Charintip Tiyaphorn sind die Buchungen für Januar und Februar 2027 bereits nahezu ausgebucht. Begünstigt werde diese Entwicklung durch die Wiederaufnahme von Direktflügen nach Krabi sowie neue saisonale Flugverbindungen europäischer Airlines wie SAS und Finnair.
Für das Jahr 2026 strebt das Resort einen Umsatz von 600 Millionen Baht an, was einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Die durchschnittliche Auslastung soll allerdings mit 69 Prozent auf dem Niveau der zuletzt angepassten Prognose bleiben. Ursprünglich hatte das Resort vor dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit einer Auslastung von 75 Prozent gerechnet, nach rund 70 Prozent im Vorjahr.
Direktflüge stärken Wintergeschäft
Langstreckenreisende würden ihre Urlaubsplanung inzwischen deutlich früher vornehmen, um sich Plätze auf Direktflügen nach Thailand zu sichern und Umstiege über Drehkreuze im Nahen Osten zu vermeiden. Nach der jüngsten Verständigung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts erwartet Charintip zudem eine vollständige Rückkehr der Flugangebote aus dem Nahen Osten. Zusätzliche Kapazitäten und mögliche Sondertarife auf Verbindungen zwischen Europa und Asien könnten den Reiseverkehr in der Hochsaison weiter ankurbeln.
Auch im Wettbewerb mit anderen Fernreisezielen sieht die Hotellerie auf Koh Lanta Vorteile für Thailand. Nach Einschätzung von Charintip könnten sich viele europäische Urlauber angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten eher für Thailand als für die Malediven entscheiden, da vergleichbare Standards bei Unterkünften und Dienstleistungen oftmals zu günstigeren Preisen angeboten würden.
Nebensaison bleibt unter Erwartungen
Weniger erfreulich entwickelt sich dagegen die Nebensaison. Flugstörungen im Nahen Osten hätten bereits im März und April zu zahlreichen Stornierungen geführt. Im Juni seien die Buchungen zudem um rund fünf Prozent zurückgegangen. Um die Auslastung in den ruhigeren Monaten auf über 50 Prozent zu steigern, setzt das Resort auf Sonderangebote sowie verstärkt auf Gäste aus Kurzstreckenmärkten wie China und Indien.
Darüber hinaus investierte das Pimalai Resort & Spa in die Modernisierung seiner Wellness-Einrichtungen. Damit sollen insbesondere Gäste angesprochen werden, die während der Hauptsaison längere Aufenthalte buchen und den anhaltenden Trend zum Wellness-Tourismus nutzen möchten.
Wachstum durch Auflagen begrenzt
Wachstumsmöglichkeiten auf dem Resortgelände bleiben jedoch begrenzt. Zwar verfügt die Anlage über insgesamt rund 250 Rai Land, davon etwa 50 Rai unbebaute Flächen direkt am Strand, doch die geltenden Grünzonen-Vorschriften auf Koh Lanta lassen derzeit keine größeren Erweiterungen oder höheren Gebäude zu. Sollten die alle fünf Jahre überprüften Bestimmungen künftig gelockert werden, könnten Erweiterungspläne erneut geprüft werden.
Positive Impulse erhofft sich die Tourismusbranche auch vom geplanten Brückenprojekt auf Koh Lanta. Erst vor wenigen Tagen genehmigte das Kabinett die Nutzung von Mangrovenflächen für den Bau einer Brücke, die Koh Lanta Noi mit Koh Klang verbinden soll. Nach Ansicht von Charintip könnte das Projekt die Anbindung der Insel an das Festland von Krabi deutlich verbessern und die langen Warteschlangen an den Fähranlegern, insbesondere während der Hauptsaison, reduzieren.
Tourismus setzt auf bessere Anbindung
Zugleich forderte sie weitere Maßnahmen zur Stärkung der internationalen Erreichbarkeit der Provinz. Krabi verfüge weiterhin über erhebliches Wachstumspotenzial, weshalb die Regierung zusätzliche Flugverbindungen in die Region fördern sollte.