Die Gewalt eskaliert

Die Gewalt eskaliert

BANGKOK: Wie erwartet: Nach dem vom Verfassungsgericht erzwungenen Rücktritt von Yingluck Shinawatra als Ministerpräsidentin und neun ihrer Minister eskaliert die Gewalt.

Wenige Stunden nach dem Urteilsspruch wurde eine Granate auf das Haus eines Verfassungsrichters geworfen. Auf einer Überwachungskamera entdeckte die Polizei einen Mann mit einer Baseballkappe mit einem Sprengsatz in der Hand. Die Granate beschädigte das Dach eines Autounterstandes und ein Fahrzeug. Der Richter hatte an dem Urteilsspruch gegen Yingluck Shinawatra mitgewirkt. Zuvor waren zwei Granaten auf die Zentrale der Siam Commercial Bank geworfen worden. Weitere Sprengsätze landeten in einem von Ärzten aufgesuchten Zimmer im 9. Stockwerk des Hospitals Princess Chulabhorn und vor dem Krankenhaus. Bei allen drei Anschlägen gab es keine Verletzten.

Sachschaden verursachte die Explosion eines sogenannte Ping-pong Balls am Verteidigungsministerium nahe dem Platz Sanam Luang. Und seit Donnerstag ist das Verfassungsgericht vorübergehend geschlossen. Nach dem Verfahren gegen die Regierung am Mittwochnachmittag waren im Gericht Schüsse gehört worden. Ebenso zweimal am Lumpini Park, als sich die Anhänger von Protestanführer Suthep Thaugsuban zum täglichen Marsch formierten. Unter den Demonstranten brach Panik aus. Für heute hat das People’s Democratic Reform Committee (PDRC) zu einer Großkundgebung aufgerufen, am Samstag folgen die Rothemden. Die Polizei befürchtet Zusammenstöße und weitere Anschläge. Die Leitung setzt weitere Beamte ein, an Standorten mit einem hohen Attentatrisiko und an Demonstrationsstandorten.

(Foto: epa)

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