BANGKOK: Die thailändischen Gesundheitsbehörden haben am Sonntag 188 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet, was den größten täglichen Anstieg seit dem Ausbruch des Virus darstellt. Die Gesamtzahl der in Thailand gemeldeten Fälle erhöht sich damit auf 599.
Der Großteil der Neuinfektionen steht im Zusammenhang mit einer vorherigen Gruppe von Fällen aus dem Lumpini-Boxstadion in Bangkok, sagte Ministeriumssprecher Dr. Taweesin Wisanuyothin auf einer Pressekonferenz. Sieben befinden sich in einem ernsten Zustand, während sich einer bereits erholt habe, so Dr. Taweesin.
„Die meisten der neuen Fälle wurden in Bangkok gemeldet, unter ihnen befinden sich auch junge Menschen, die weiterhin soziale Aktivitäten fortsetzen, was zu weiteren Infektionen führen kann“, erläuterte Dr. Taweesin und forderte die Öffentlichkeit auf, zu Hause zu bleiben.
Nach Aussage des Ministeriums handelt es sich bei dem männlichen Patienten, der aus dem Bamrasnaradura Infectious Diseases Institute entlassen wurde, um einen 36-jährigen Singapurer, während sieben Patienten in schlechtem Gesundheitszustand im Bamrasnaradura Infectious Diseases Institute, im Siriraj Hospital, im Chulalongkorn Memorial Hospital, in Phetchabun und in privaten Krankenhäusern behandelt werden.
Das Ministerium forderte die Menschen dringend auf, die in Bangkok in mittlerweile gesperrten Orten arbeiteten, u. a. Shopping Malls, nicht in ihre Heimatprovinzen zurückzukehren, da sie das Virus dort auf ihre Familienmitglieder übertragen könnten, wodurch sich die Pandemie verschlimmern würde.
14 Tage Quarantäne für Rückkehrer
Alle Rückkehrer in die Provinzen müssen sich laut Regierungsbeschluss einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen. Alle Provinzgouverneure wurden diesbezüglich angewiesen, die Menschen, die aus der Hauptstadt oder aus anderen Regionen des Landes in ihre Dörfer zurückkehren, genau zu überwachen.