Callolo - Ein Besuch im Zoo

Callolo und seine Herzallerliebste (Teil 3)

Diese eindrucksvolle Szene zeigt Callolo und seine Herzallerliebste Nai in einem freudigen und herzlichen Moment ihres gemeinsamen Lebens, inspiriert von Ce-eff Krügers Erzählungen. Illustration: Generiert von OpenAI's DALL·E
Diese eindrucksvolle Szene zeigt Callolo und seine Herzallerliebste Nai in einem freudigen und herzlichen Moment ihres gemeinsamen Lebens, inspiriert von Ce-eff Krügers Erzählungen. Illustration: Generiert von OpenAI's DALL·E

„Moo Deng“ ist ein Zwergflusspferd-Baby. Chrissi hatte in der Schule davon gehört und Fotos gesehen. Ach, war das niedlich! Jetzt bedrängte er uns, mit ihm in den Khao Kheow Open Zoo zu fahren, um es leibhaftig zu sehen.

Ich habe wenig übrig für eingesperrte Wildtiere und versuchte deshalb, unserem Sohn meinen Standpunkt zu erklären. Aber er wollte unbedingt das kleine Flusspferd sehen, das längst zu einer Berühmtheit im ganzen Land geworden war.

Nachdem es ihm gelungen war, meine Herzallerliebste zu überreden, blieb mir nichts anderes übrig, als einem Besuch im Zoo zuzustimmen.

Es dauerte wieder einmal eine Ewigkeit, bis meine liebe Nai endlich ihre Morgentoilette beendet hatte und wir uns auf den Weg zum knapp eine Autostunde von Pattaya entfernten Zoo machten.

Obwohl wir einen Wochentag gewählt hatten, war der Andrang groß. Ich wollte den Wagen am Eingang parken, aber Nai meinte:
„Callolo, der Zoo ist viel zu groß, um ihn zu Fuß zu erkunden. Wir können mit unserem Auto durch den Park fahren wie auf einer Safari.“ Das war ein guter Tipp, der mich sofort überzeugte. Anfangs hielt ich bei jedem der großzügig angelegten und weit auseinander liegenden Gehege, aber Chrissi drängte. Er wollte endlich Moo Deng sehen und zeigte wenig Interesse an den Löwen, Tigern, Giraffen und Bären.

Ich legte den langsamen Gang ein, um die frei herumlaufenden Affen nicht zu überfahren.

Schließlich erreichten wir das Revier der Flusspferde, das wir nur durch die Vielzahl der Menschen erkannten, die versuchten, einen Blick auf den „Star“ Moo Deng zu werfen.

Für Chrissi gab es kein Halten mehr. Er rannte los und zwängte sich durch die Menge, bis er ganz vorn stand.

Nach einer gefühlten Stunde, aber es waren wohl nur fünfzehn Minuten, kehrte er glückstrahlend zu uns zurück: „Moo Deng ist ja so drollig“, meinte er, aber dann entdeckte er im gegenüberliegenden Kiosk die Plüschtiere und darunter natürlich auch Moo Deng.

„Bitte, Mama, bitte, Papa, ich möchte gerne so ein Plüschtier haben“, bettelte er. Meine Herzallerliebste ließ sich erweichen und versuchte zu handeln. Aber der Verkäufer blieb hart und verlangte 300 Baht. Chrissis Augen glänzten, und er juchzte vor Freude, als er das Stofftier bekam und fest an sich drückte.

Inzwischen war es 14 Uhr. Mein Magen knurrte vernehmlich. Also machten wir uns auf den Weg ins Restaurant.

Einige exotische Vögel sahen uns beim Essen zu, kamen zutraulich immer näher und versuchten, einen Happen zu erwischen. Dadurch abgelenkt, bemerkten wir nicht, wie ein Affe sich anschlich. Blitzschnell ergriff er das Plüschtier und war im Nu oben in einer Akazie verschwunden. Verzweifelt schrie Chrissi: „Gib mir meinen Moo Deng zurück.“ Er weinte bitterlich. Aber der Affe ließ sich dadurch nicht beeindrucken. Er hockte seelenruhig auf einem Ast und begann, auf seinem Fang zu kauen, an ihm zu zerren und zu reißen. Fast ohnmächtig vor Wut musste Chrissi mit ansehen, wie Fetzen und Reste seines Lieblings vom Baum herabwehten. Ich versuchte vergeblich, ihn zu trösten, aber meine Herzallerliebste hatte sich schon auf den Weg gemacht und kam wenige Minuten später mit einem neuen Plüsch-Flusspferd zurück.

So nahm unser Ausflug in den Zoo doch noch ein glückliches Ende.


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