Ausschuss für Wiederaufnahme des Falls Red-Bull-Erbe

Vorayuth „Boss
Vorayuth „Boss" Yoovidhya. Foto: The Nation

BANGKOK: Der Untersuchungsausschuss, der sich mit dem Fall des Red-Bull-Erbens Vorayuth „Boss" Yoovidhya befasst, wird den Generalstaatsanwalt auffordern, den Verdächtigen wegen Kokainkonsums und Geschwindigkeitsübertretungen anzuklagen.

Diese Entscheidung zur Wiederaufnahme des Falls wurde am Dienstag im Office of the Attorney General bekannt gegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte vor wenigen Wochen die Anklage gegen Vorayuth fallengelassen, der 2012 bei einem Verkehrsunfall einen Polizisten getötet hatte. Daraufhin hatte die Polizei den Haftbefehl aufgehoben.

Unterdessen sagte Prayut Petchkhun, stellvertretender Sprecher des Generalstaatsanwalts, dass die vom Generaldirektor der Abteilung für Berufungsverfahren getroffene Entscheidung, die Anklage fallen zu lassen, im Rahmen des Gesetzes liege. Da es sich bei der zur Unfallzeit im Blut des Verdächtigen gefundenen Substanz Berichten zufolge um Kokain gehandelt habe, habe die Generalstaatsanwaltschaft beschlossen, den Fall wieder aufzunehmen, da die Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen sei. Ein Sachverständiger soll jetzt ein Gutachten beim Office of Forensic Science abgeben, als neues Beweismaterial für die Wiederaufnahme des Verfahrens.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
uli von Berlin 07.08.20 11:03
Mit C19 vergleichen
Herr Markus Boos, beim Lesen Ihres Artikels ist mir etwas eingefallen.
>>Erst wenn das einfache Volk laut wird, beginnt man allmählich zu handeln.<<
schreiben sie.
Dieser Fall testet doch nur, wie lange sich ein Volk (Thais) an der Nase einführen lassen.
C19 macht HAARGENAU DASSELBE mit der Weltbevölkerung.
Die normalen Bürger, als wir, werden doch alle nur verscheiß.........
Harry Fischer 05.08.20 21:51
Wiederaufnahme des Red Bull Verfahrens
@hansrüdi Bütler. Hallo Herr Bütler, lange nichts von ihnen gehört, umso erfreulicher das sie uns wieder, wie gewohnt mit 1 A Beiträgen bereichern. Ihr Kommentar zum Red Bull Fall, meine Hochachtung. Messerscharf genau auf den Punkt gebracht. Schönen Abend noch.
Hansruedi Bütler 05.08.20 16:59
Fall: "Boss"
In diesem Szenario ging es NIE darum was schließlich schlussendlich geschehen war.

In der "ansässigen" Mentalität ist absolut normal, dass wenn gewisse Personen in ein Verbrechen involviert sind, sie auch speziell behandelt werden.
Es steht NIE der effektive Tatbestand zur Diskussion!
Es gilt der Vorsatz: Wen oder was gilt es zu schützen?
Soziale und politische Begebenheiten führen zu vorgegebenen Marschrichtungen.
Rechtsstaatlichkeit hat hier keinen Platz!
Der ist für "normale" Verbrecher ohne politisch/wirtschaftliche Verbindungen vorgesehen.
Diese Einstellungen und "reservierte" Rechtsbelange sind von uns zu akzeptieren, auch wenn wir die mentalen und sachlichen Gründe für dieses Vorgehen NIE verstehen können!
Nicht Gerechtigkeit steht an erster Stelle, sondern die Pflege "angesehener" Bewohner.
Walter Pfau 05.08.20 16:58
Die Familie von Vorayuth „Boss" Yoovidhya...
hat auf Grund ihres Vermögens und wirtschaftlicher Größe bestimmt auch politischen Einfluss in Thailand. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn die Familie durch Hinter-Zimmer-Diplomatie Straffreiheit für ihren "Erben" fordert durchaus auch Druck ausgeübt werden kann, wie z.B.: "wenn das nicht machbar ist, verlegen wir den Firmensitz in's Ausland" und verringern dadurch thail. Steuer Einnahmen um einige Milliarden THB...Geld beherrscht die Welt, nicht nur in Thailand!
Markus Boos 05.08.20 15:22
Also
Ist er denn überhaupt zurück? Ich habe nur von der Erlaubnis für eine Rückkehr gelesen. Das er tatsächlich hier ist mag ich nicht glauben. Das Pflaster ist doch zu heiss für ihn.