Amerikaner soll Masseurin schwer misshandelt haben

Aufnahme des Tatverdächtigen nach seiner Festnahme. Foto: Royal Thai Police
Aufnahme des Tatverdächtigen nach seiner Festnahme. Foto: Royal Thai Police

UPDATE – KHON KAEN/BANGKOK: Die Polizei hat einen Amerikaner in Bangkoks Rotlichtbezirk Nana verhaftet, der beschuldigt wird, am letzten Montag eine thailändische Masseurin in Khon Kaen im Nordosten des Landes schwer misshandelt zu haben (DER FARANG berichtete). Der Ausländer sei nach Polizeiangaben geständig und soll bei seiner Festnahme ausgesagt haben, dass er zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluss stand.

Der 37-jährige Ausländer, den die Polizei nur als „Robert“ benannte, wurde in einem Hotel in der Soi Nana an der Sukhumvit Road in Bangkok verhaftet.

Der Zugriff erfolgte fünf Tage, nachdem eine 45-jährige Masseurin in einem traditionellen Massagesalon im Bezirk Mueang in Khon Kaen(Khon-Kaen-Stadt) schwer misshandelt und vergewaltigt worden war.

Nachdem der Verdächtige mit einem Motorrad vom Tatort geflüchtet war, soll er sich außerdem an einem 13-jährigen thailändischen Mädchen im Bezirk Ban Phai in der nordöstlichen Provinz vergangen haben, sagte Thailands stellvertretender nationaler Polizeichef Polizeigeneral Damrongsak Sajjaphan auf der Pressekonferenz zu dem Fall. In früheren Medienberichten hieß es fälschlicherweise, dass das Mädchen vor dem Vergewaltigungsversuch des Ausländers gerettet werden konnte.

Der Fall schockierte das ganze Land, weshalb Thailands nationaler Polizeichef Polizeigeneral Suwat Jangyodsuk angekündigt hatte, alle verfügbaren Kräfte im Land zu mobilisieren, um den flüchtigen Täter festzunehmen, der nach Aussage des Polizeichefs keine Angst vor den strafrechtlichen Konsequenzen hätte.

Aufnahmen von Überwachungskameras am Tatort und an anderen Orten, die der Mann besucht hatte, sowie Informationen der Einwanderungsbehörde zum Aufenthaltsort des Amerikaners, führten die Polizei schließlich zum Täter. Die Ermittler fanden deshalb recht schnell raus, dass er sich in einem Hotel in Bangkoks Rotlichtkiez Soi Nana aufhalten würde, wo er mit einem vom Provinzgericht Khon Kaen erlassenen Haftbefehl am Freitag festgenommen wurde. Die Festnahme wurde dennoch erst am Samstag gegenüber der Presse bestätigt.

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Joerg Obermeier 05.10.21 18:04
Muss man schon verstehen
Die Thais regt an diesem Fall besonders auf, dass dieser Ausländer noch bevorzugt behandelt wird. So wurde auf eine sonst übliche Nachstellung des Verbrechens verzichtet. Und auf der anderen Seite wird in Udon Thani ein Schweizer verhaftet, den ein Thailänder mit einer Pistole bedrohte, von dem Schweizer in Notwehr entwaffnet und niedergeschlagen wurde, worauf der Thailänder starb.
Michael Meier 04.10.21 10:30
@ Dieter
Du hast recht und alle anderen haben keine Ahnung.. Falls die Geschichte stimmt......200000 Baht Schmerzensgeld und nix ist wirklich passiert !
Volker Picard 04.10.21 09:20
Ich hoffe nur,
dass dieser kranke Gewalttäter dahin kommt, wo er hingehört: In das Gefängnis in Thailand, mindestens 10 Jahre, denn es handekt sich nach meiner Information um einen versuchten Mord. Wichtig ist auch die Information an alle Farang und Thailänder: So etwas verachten wir zutiefst und wollen eine gerechte Strafe.
Dieter Kowalski 04.10.21 09:00
Ich glaube nicht, dass die Thais Amerikaner einsperren - man will es sich ja gut mit Onkel Sam stellen. Der wird sicher abgeschoben, und in den Vereinigten Staaten verurteilt.
Matthias Weiss 04.10.21 00:20
@Meier
Warum? Pires hat dorch recht! 10 Jahre Knast für den Täter und dann sollte er Thailand nie wieder betreten dürfen.
Dracomir Pires 03.10.21 14:40
Dass er ...
... unter Drogen stand, führt hoffentlich zu einer härteren Strafe. Nicht wie in Westeuropa ...
Ingo Kerp 03.10.21 14:10
Das er unter Drogeneinfluß stand, ist hoffentlich kein mildernder Strafgrund.