Airbnb ohne Genehmigung illegal

Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Die thailändische Regierung hat ausländische Eigentümer von Eigentumswohnungen davor gewarnt, ihre Einheiten ohne entsprechende Genehmigung an Touristen zu vermieten. Dies stelle einen Verstoß gegen geltendes Recht dar, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Anukul Prueksanusak am Freitag (28. Februar 2025).

Hintergrund der Warnung sind Berichte über zahlreiche Fälle, in denen chinesische Staatsangehörige ihre Eigentumswohnungen über Plattformen wie Airbnb an Touristen vermieteten. Beschwerden von Bewohnern in verschiedenen Wohnanlagen, insbesondere im Sukhumvit-Gebiet, hatten die Behörden auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Anwohner kritisierten unter anderem die mit den Kurzzeitvermietungen verbundenen Störungen durch Lärm, den Konsum von Cannabis sowie Schäden an gemeinschaftlichem Eigentum. Die Beschwerden, die auch in sozialen Netzwerken geteilt wurden, richteten sich gegen Touristen, die die Wohnungen über Online-Plattformen gebucht hatten. Die betroffenen Wohnungen befanden sich im Besitz chinesischer Eigentümer, die diese über Airbnb anboten.

Zudem wurde berichtet, dass Schlüssel- und Zugangskarten für die Gebäude und die jeweiligen Einheiten in Schlüsseltresoren mit Zahlencodes hinterlegt wurden, die außerhalb der Gebäude angebracht waren. Dies stelle eine Gefahr für die Sicherheit der Bewohner dar, so die Beschwerden weiter.

Einige Wohnanlagen haben mittlerweile reagiert und den Einbau solcher Schlüsseltresore auf dem Gelände untersagt. Als Reaktion darauf verlagerten einige Eigentümer die Tresore in den öffentlichen Raum, etwa an Bäume, Laternenmasten oder Straßenstände in der Nähe der Wohnanlagen.

Laut Anukul Prueksanusak verstoßen ausländische Investoren, die Eigentumswohnungen erwerben und diese ohne Genehmigung für Tagesvermietungen anbieten, gegen das Hotelgesetz von 2004. Verstöße können mit einer Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht geahndet werden. Zusätzlich drohen tägliche Strafzahlungen in Höhe von 10.000 Baht, bis die illegale Vermietung eingestellt wird. In den meisten Wohnanlagen sei die kurzfristige Vermietung ohnehin durch die Hausordnung untersagt.

Das Innenministerium hat die zuständige Abteilung für Provinzverwaltung angewiesen, die Situation genau zu beobachten und Verdachtsfälle in Wohnanlagen zu überprüfen. Laut Anukul Prueksanusak drohen allen Beteiligten – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit – rechtliche Konsequenzen.

Auch die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) bestätigte Berichte über chinesische Investoren, die Eigentumswohnungen in touristisch attraktiven Gebieten kaufen und dort tägliche Vermietungen durchführen. Dies führe zu erheblichen Störungen für die übrigen Bewohner, erklärte BMA-Sprecher Aekvarunyoo Amrapala.

Die BMA habe bereits Eigentumswohnanlagen in den Gebieten Sathon, Charoen Rat, Chan und Sukhumvit 42 überprüft. In einem Fall sei an letzterem Standort ein Schlüsseltresor entdeckt worden. Die BMA habe daraufhin das Bezirksamt Phra Khanong angewiesen, weitere Untersuchungen einzuleiten.

Aekvarunyoo Amrapala betonte, dass die juristischen Personengemeinschaften der Wohnanlagen verpflichtet seien, verdächtige Aktivitäten zu melden und die geltenden Vorschriften zur Verhinderung von Tagesvermietungen konsequent durchzusetzen. Gleichzeitig müsse die Öffentlichkeit besser über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die negativen Auswirkungen illegaler Vermietungen informiert werden. Die Bevölkerung sei aufgerufen, verdächtige Vorgänge den Behörden zu melden.

Auch Online-Plattformen wie Airbnb müssten künftig stärker reguliert werden, so der Sprecher der BMA.

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Jomtien Franky 03.03.25 21:05
@Mayer
Ich habe früher im xxx Jomtien gewohnt und dort war genau da gleiche Problem. Neben meiner Wohnung hatte eine Chinesin gekauft, die hat ihr Appartment auch für 2 Tage vermietet, obwohl es gesetzlich verboten ist unter 1 Monat, um die Hotels zu schützen. Scheiß drauf, denken die sich, ich habe sie angesprochen, sie sagte: Aber ich brauche doch das Geld! Was willste da noch sagen? Da kamen meistens Chinesen, die waren laut bis in die Nacht, haben irgendwas gekocht, was fürchterlich gestunken hat, nahmen Glasflaschen mit an den Pool...
Dann kamen Russen, die ständig auf dem Balkon geraucht haben, und der Qualm zog immer in unser Zimmer, man konnte niemals das Fenster auflassen. Das Juristic Office ist deswegen nicht aktiv, weil die mit drinstecken in dem ganzen Business. Die machen sich ne extra Mark damit, und würden sich ja ins eigene Fleisch schneiden. Meine Konsequenz: Alles verkauft, Haus gekauft - Ruhe im Karton. Mein Haus, meine Regeln....Happy!
Es gibt aber auch gute Beispiele, wie zB Riviera, da kommt sowas nicht vor. Da kann man den Aufzug nur benutzen, wenn man einen Gesichtsscan gemacht hat, und der geht nur beim Juristic unter Vorlage eines Langzeitmietvertrages. Deren Juristic macht wohl nicht mit bei der illegalen Machenschaft, und deswegen scheint dort alles noch in Ordnung zu sein....

Anm. der Geschäftsleitung:
Der Name des Condos wurde aus rechtlichen Gründen entfernt.
Pierre 02.03.25 10:00
Der Grund....
Leider ist es viel schlimmer. - Obwohl in den Kauf-Verträgen eine Vermietung von weniger als 30 Tagen ausgeschlosssen wird - und sogar eine Busse erwähnt wird -, ist das beim Verkauf ein wesentliches Argument! Hier lockt eine Rendite....
Jörg Obermeier 01.03.25 15:50
Da Thailand im künftigen chinesischen Großreich liegt, sollte man sich vielleicht ganz schnell an deren Lebensstil gewöhnen. Mussten die in Kambodscha doch auch.
Norbert Mayer 01.03.25 15:30
Mein Eindruck : Niemand kümmert es wirklich
Vorab : ich bin selbst Dauermieter in Pattaya-Jomtien und nicht bei Airbnb unterwegs.
Von Freunden weiß ich aber, dass man bei Airbnb massenhaft Angebote in den Viewtalays hier in Pattaya-Jomtien auch für Kurzzeitvermietungen von 1 oder 2 Wochen findet. Bei meiner Nachfrage in meinem Condo, dass zwar Hinweisschilder an den beiden Eingangstüren aufgestellt wurden, dass das aber wohl niemanden interessiert, bekam ich im Office nur die Antwort, dass ich dies selbst bei der Polizei melden müsste. Seltsam, dass dies die offiziellen Stellen wie Office und Security nicht interessiert. Sollen so eigene, hier wohnende Residenten entgegen der gesetzlichen Vorgabe geschützt werden ?
Marc Weber 01.03.25 14:50
@ Pierre
Das Schlimmste ist, dass das gemeinschaftliche Gut zerstört wird. Die Sofas in unserem Foyer wurden nach draussen platziert um dort in Ruhe Marihuana rauchen zu können. Danach aber nicht wieder zurückgestellt, sondern im Regen stehen gelassen. Alle kaputt. Die Security hat sich nicht im Geringsten daran gestört. Auch am Pool wird gemacht was man will. Alles zerstört.
Pierre 01.03.25 12:50
Ok, aber....
In "meinem" Haus, Edge, ist es wie in einem Billig-Hotel! Schweizer, die im Unix wohnen, berichten über gleiche Zustände.
Sansiri, die Firma die Edge verwaltet (wie auch Base) ist mühsam und will das Problem nicht begreifen.
Was können andere Bewohner von Condos hier berichten ?

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