35 Jahre nach Lauda-Air-Katastrophe

Gedenkzeremonie erinnert an 223 Todesopfer des Unglücks

Foto: Austrian Embassy Bangkok
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SUPHAN BURI: Am 26. Mai 1991 erschütterte eine Tragödie Österreich, Thailand und viele weitere Länder der Welt. Der Lauda Air Flug NG004 stürzte im heutigen Phu-Thoei-Nationalpark ab. Alle 223 Menschen an Bord – 10 Besatzungsmitglieder und 213 Passagiere – verloren ihr Leben.

Fünfunddreißig Jahre später kehrten Menschen an diesen Ort zurück, nicht um die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, sondern um die Erinnerung zu bewahren. Botschafterin Katharina Wieser, Mitglieder der Thai Austrian Society, der Gouverneur der Provinz Suphanburi, Natthapong Sanguanjit, sowie Vertreter thailändischer Institutionen besuchten die Absturzstelle im Phu-Thoei-Nationalpark.

Foto: Austrian Embassy Bangkok
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In der stillen Atmosphäre des Waldes gedachten sie der Opfer und erinnerten daran, dass hinter jeder Zahl ein Mensch, eine Familie und eine persönliche Geschichte stand. Anschließend besuchten sie den Lauda-Air-Friedhof in Suphan Buri, auf dem die sterblichen Überreste von 27 nicht identifizierten Opfern ruhen. Dort wurden Kränze niedergelegt und der Verstorbenen in Würde und Respekt gedacht.

Mahnmal als Zeichen der Verbundenheit

Die Zeremonie war nicht nur ein Zeichen des Gedenkens, sondern auch der Verbundenheit zwischen Österreich und Thailand. Botschafterin Wieser dankte dem Gouverneur der Provinz, der Verwaltung des Nationalparks und allen thailändischen Partnern für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Pflege dieser wichtigen Gedenkstätten.

Foto: Austrian Embassy Bangkok
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Auch nach 35 Jahren sind die Erinnerungen an jenes tragische Ereignis nicht verblasst. Die Gedenkstätten erinnern daran, wie kostbar das Leben ist und wie wichtig es bleibt, die Opfer nicht zu vergessen. Ihr Andenken lebt weiter – in den Herzen ihrer Angehörigen und in den Orten, die ihre Geschichte bewahren.


Der Lauda-Air-Flug 004 war ein Linienflug der österreichischen Fluggesellschaft Lauda Air von Hongkong über Bangkok nach Wien, auf dem am 26. Mai 1991 um 23.17 Uhr Ortszeit die eingesetzte Boeing 767-300ER im Westen Thailands abstürzte, nachdem sich während des Steigflugs die Schubumkehr an einem Triebwerk unerwartet selbst aktiviert hatte. Alle 223 Menschen an Bord kamen ums Leben. Es handelt sich um den schwersten Unfall in der österreichischen Luftfahrtgeschichte. Lauda-Air-Flug 004 ist der einzige tödliche Absturz einer Boeing 767, bei dem nicht kriminelle Handlungen (Pilotensuizid, Flugzeugentführung) oder ein reiner Pilotenfehler als Unfallursache ermittelt werden konnten.

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