10.000 Baht-Auszahlung droht Verzögerung

Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit
Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Das umstrittene Vorhaben der thailändischen Regierung, 10.000 Baht an bis zu 50 Millionen Bürger auszuzahlen, steht möglicherweise vor einer erheblichen Verzögerung. Sollte das Programm nicht bis zum nächsten Monat umgesetzt werden, wird es auf das nächste Haushaltsjahr verschoben, das am 1. Oktober 2024 beginnt, warnte das Haushaltsbüro am Dienstag (27. August 2024).

„Die Einzelheiten der Bargeldverteilungspolitik müssen nach der Bildung des neuen Kabinetts erneut geklärt werden“, erklärte Chalermphol Pensoot, der Direktor des Haushaltsamtes. Die Finanzierung des Vorhabens, das als Kernstück der Politik der Pheu Thai-Partei gilt, steht weiterhin auf wackeligen Füßen, und Kritiker zweifeln an der wirtschaftlichen Wirksamkeit des Programms.

Nach Angaben von Chalermphol sollen vorrangig bedürftige Bürger von dem Geldsegen profitieren. Dies betrifft etwa 15 Millionen Menschen, darunter 14 Millionen Sozialhilfeempfänger und eine Million Menschen mit Behinderungen. Die Mittel sollen durch 122 Milliarden Baht aus dem Steuerhaushalt 2024 und 20 Milliarden Baht aus dem Zentralhaushalt finanziert werden.

Obwohl das Geld bereits im September ausgezahlt werden sollte, steht die finale Genehmigung durch das Finanzministerium noch aus. „Die Regierung ist auf dem besten Weg, das Programm im nächsten Monat zu starten, da das Registrierungsverfahren bereits abgeschlossen ist“, betonte Chalermphol. Sollte das Programm jedoch nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, „wird das Projekt auf Eis gelegt, und es muss ein neuer Haushaltsplan aufgestellt werden, wenn das Projekt wieder aufgenommen werden soll“, fügte er hinzu.

Mit dem Haushaltsplan 2025, der im Oktober in Kraft tritt, könnten weitere 30 Millionen registrierte Personen Anspruch auf das Geld haben. Allerdings müssen diese Personen zunächst noch überprüft werden, um versehentliche Doppelzahlungen zu vermeiden. Die Auszahlung würde dann über digitale Geldbörsen erfolgen.

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Jörg Obermeier 29.08.24 15:00
Irgendwie kommt in mir der Verdacht hoch, dass es den Herrschenden gar nicht so unrecht sein könnte, dass das ganze Projekt noch scheitern könnte, ohne dafür irgendwie eine Verantwortung übernehmen zu müssen.
Klaus Berbel 29.08.24 13:30
Wie kommt ein Staat eigentlich auf die Idee, dass es sinnvoll ist, einfach mal bis zu 500 Milliarden Baht in Umlauf zu bringen? Sowas sorgt doch nur für Inflation...
Johann Fischer 29.08.24 12:37
Nur ein kleines Strohfeuer
Jeder weiss was passiert wenn du einem Thai 10.000 Baht gibst.
Zwei tage später hat er schon kein Geld mehr.
Das wird höchstens ein kleines Strohfeuer ohne grossen wirtschaftlichen Nutzen und an der totalen Ueberschuldung der Leute wird es schon gar nichts ändern.
Uli 28.08.24 21:00
Mai pen rai
Da haben sicherlich schon einige das Geld für Anschaffungen verplant und sich schon mal irgendwo ein Darlehen beschafft weil die Kohle kommt ja bald wieder rein. Leider kann man sich, wie auch so manches anderes was beschlossen und dann doch nicht stattfindet, nie verlassen.

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