BANGKOK: Die Federation of Thai Industries (FTI) ist enttäuscht über die Entscheidung der Regierung, über die vom Coronavirus stark betroffene Hauptstadt keinen Lockdown zu verhängen, um die hohen täglichen Infektionsraten einzudämmen. Andere Wirtschaftsgruppen äußerten sich besorgt über die Unfähigkeit der Regierung, die dritte Welle, die im April begann, zu kontrollieren.
Laut dem FTI-Vorsitzenden Supant Mongkolsuthree wird die beschlossene einmonatige Schließung der Bauarbeiterlager die Infektionsrate nicht reduzieren. Wichtig sei, die Massenimpfung der Bevölkerung zu beschleunigen.
„Dies ist eine kritische Situation mit täglich ansteigenden Fällen und einem Mangel an Krankenhausbetten für Covid-Patienten in Bangkok. Eine strikte Abriegelung ist notwendig, ähnlich wie bei der ersten Welle im letzten Jahr", fordert Chamnan Srisawat, Präsident des Tourism Council of Thailand. Die Tourismusunternehmen litten, weil jede touristische Aktivität, besonders in Bangkok, inmitten der neuen Welle auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt würde.
Der Arbeitgeberverband EconThai hat sich für einen siebentägigen Lockdown für ganz Bangkok ausgesprochen. Das wäre langfristig gut für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft. Tanit Sorat, stellvertretender Vorsitzender von EconThai, sagte, eine Abriegelung würde der Wirtschaft zwar weiteren Schaden zufügen, aber es würde der Regierung erlauben, die Infektionen unter Kontrolle zu bekommen.