Waldbrand in Pak Chong nach Elefanten-Einsatz

Feuerwerkskörper gegen Plai Ranger entzünden 40 Rai Grasland

Löschfahrzeuge und Einsatzkräfte der Gemeinde Sima Mongkhon bei der Bekämpfung des nächtlichen Grasbrandes am Rande des Khao Yai Nationalparks. Foto: Khao Pak Chong News
Löschfahrzeuge und Einsatzkräfte der Gemeinde Sima Mongkhon bei der Bekämpfung des nächtlichen Grasbrandes am Rande des Khao Yai Nationalparks. Foto: Khao Pak Chong News

NAKHON RATCHASIMA: In der Provinz Nakhon Ratchasima (Korat) kam es am Abend des 16. März 2026 zu einem dramatischen Zwischenfall im Bezirk Pak Chong, der einen großflächigen Waldbrand auslöste. Auslöser war eine missglückte Aktion, um einen bekannten Wildelefanten namens Plai Ranger aus einem Wohngebiet zurück in den Khao Yai Nationalpark zu treiben.

Wiroj Srisang, der Bürgermeister der Gemeinde Sima Mongkhon, berichtete, dass das National Corn and Sorghum Research Center ein Feuer in einem großen Graslandgebiet meldete. Die Flammen drohten aufgrund der anhaltenden Trockenheit und starker Winde, auf die angrenzenden Waldgebiete am Peacock Hill überzugreifen.

Feuerwerkskörper entzünden trockenes Grasland

Zuvor war Plai Ranger zwei Nächte hintereinander in das Dorf Ban Nong Nam Daeng eingedrungen, woraufhin Wildhüter versuchten, das Tier mit Rufen zu vertreiben. Als der Elefant aggressiv reagierte und die Beamten angriff, setzten diese zur Selbstverteidigung kleine, kugelförmige Kunststoff-Feuerwerkskörper ein.

Ein Funke dieser Feuerwerkskörper entzündete das extrem trockene, hohe Gras in der Nähe, woraufhin sich das Feuer über eine Fläche von rund 40 Rai ausbreitete. Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da die Flammen begünstigt durch die Winde schnell die steilen Berghänge in Richtung der Nationalparkgrenze hinaufliefen.

Großeinsatz der regionalen Rettungskräfte

Die Feuerwehr von Sima Mongkhon forderte umgehend Verstärkung an, woraufhin über 30 Einsatzkräfte aus benachbarten Gemeinden wie Klang Dong und Nong Nam Daeng ausrückten. Um eine weitere Ausbreitung in den dichten Wald zu verhindern, schufen Traktoren der Suwan Farm eilig Brandschneisen, indem sie das brennende Buschwerk umgruben.

Neben menschlichem Fehlverhalten durch achtlos weggeworfene Zigaretten bleibt die traditionelle Praxis des Abbrennens von Agrarflächen eine zusätzliche Belastung für die Region Isaan. Diese Vorfälle tragen massiv zur Feinstaubbelastung (PM 2.5) bei und gefährden die Gesundheit der Anwohner sowie die Biodiversität der geschützten Waldgebiete massiv.

Problematik der Brandrodung und Abfallverbrennung

Hintergrund dieser ökologischen Bedrohung ist auch die illegale Entsorgung von Haushaltsabfällen durch Verbrennen am Waldrand, was in der aktuellen Trockenperiode oft zu unkontrollierbaren Feuern führt. Die Behörden mahnen daher eine strikte Einhaltung der Verbote an, um die jährliche Umweltkrise im Nordosten Thailands langfristig einzudämmen.

Nach einem mehr als vierstündigen Kampf gelang es den Rettungskräften schließlich, die restlichen Glutnester an den Steilwänden zu sichern und das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen. Die Provinzverwaltung plant nun eine Verschärfung der Kontrollen und den verstärkten Einsatz von Drohnen, um Brandherde in unzugänglichen Gebieten frühzeitig zu erkennen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.