BANGKOK: Das thailändische Einwanderungsbüro (Immigration Bureau) hat Notfallmaßnahmen für ausländische Staatsangehörige angekündigt, die infolge der Sperrung von Lufträumen im Nahen Osten derzeit nicht ausreisen können.
Nach Angaben der Behörde führte eine seit dem 28. Februar 2026 eskalierte regionale Krise dazu, dass zahlreiche internationale Flugrouten ausgesetzt wurden und wichtige Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai oder Doha seit mehreren Tagen nicht erreichbar sind.
Overstay entfällt bei Ausreise
Die Erleichterungen gelten demnach für Ausländer, deren Aufenthaltserlaubnis am oder nach dem 28. Februar 2026 abgelaufen ist.
Für Reisende, die am Flughafen zur Ausreise erscheinen, werden die Overstay-Geldbußen erlassen, sofern sie beabsichtigen, Thailand zu verlassen. Als übliche Regel nennt die Behörde eine Overstay-Strafe von 500 Baht pro Tag.
30 Tage Verlängerung möglich

Für Personen, die nicht zeitnah einen Flug erhalten und ihren Aufenthalt legal fortsetzen müssen, sieht die Anweisung vorübergehende Verlängerungen vor. Laut Immigration Bureau können jeweils bis zu 30 Tage gewährt werden; dafür müssen vorhandene Overstay-Strafen vorab beglichen werden.
Als Unterlagen werden benötigt:
- Antragsformular TM.7.
- Passkopien.
- Schreiben der Botschaft oder des Konsulats, das die Notwendigkeit bzw. den Grund bestätigt. Falls ein solches Schreiben nicht vorgelegt werden kann, wird der Einwanderungsbeamte eine Erklärung über die Notwendigkeit des Aufenthalts gemäß dem vorgeschriebenen Formular aufnehmen.
- Formulare STM.2, STM.2/1 und STM.9.
Regelung gilt bis auf Weiteres
Die Maßnahmen gelten laut Immigration mit sofortiger Wirkung und sollen bestehen bleiben, bis sich die Lage im Nahen Osten normalisiert oder bis auf Weiteres. In der Mitteilung wird zudem auf Berichte über zunehmenden Andrang am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok verwiesen, während Reisende auf wieder verfügbare Flugkorridore oder Ausweichrouten unter anderem über Europa oder Ostasien warten.
Nicht alle internationalen Flugverbindungen sind vollständig eingestellt
Direktflüge, darunter auch Verbindungen der staatlichen Fluggesellschaft Thai Airways, sind nach aktuellem Stand nicht generell von Annullierungen betroffen. Sie werden jedoch – abhängig von der jeweiligen Streckenführung – teilweise umgeleitet, um gesperrte Lufträume zu umgehen. Dies führt zu verlängerten Flugzeiten und operativen Anpassungen im Flugplan.