BANGKOK: Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul reist am 17. und 18. Juni 2026 nach Kasan in Russland, um am ASEAN-Russland-Gipfel teilzunehmen. Nach Angaben der stellvertretenden Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek wird Anutin unmittelbar nach der Kabinettssitzung am Dienstag (16. Juni 2026) nach Russland aufbrechen.
Die thailändische Regierung verfolgt mit der Teilnahme das Ziel, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland und den ASEAN-Staaten auszubauen. Im Mittelpunkt stehen dabei Handel, Investitionen, Energie sowie weitere Wirtschaftsbereiche im Rahmen der thailändischen Wirtschaftsdiplomatie. Nach Regierungsangaben soll das Forum neue Absatzmärkte erschließen, Geschäftsmöglichkeiten für thailändische Unternehmen schaffen, Investitionen anziehen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken.
Treffen mit Putin und ASEAN-Partnern
Während seines Aufenthalts wird Anutin an mehreren Treffen der Staats- und Regierungschefs teilnehmen, Gespräche mit Vertretern der Wirtschaft führen und sich mit ASEAN-Partnern, dem russischen Präsidenten Vladimir Putin sowie führenden Unternehmensvertretern austauschen. Dabei sollen Möglichkeiten zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ausgelotet werden.
Mehr Zusammenarbeit im Welthandel
Rachada betonte, dass Thailand angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten seine internationalen Partnerschaften breiter aufstellen müsse, um Risiken durch externe Faktoren zu verringern. Russland spiele weiterhin eine wichtige Rolle in globalen Lieferketten, insbesondere bei Energie, Düngemitteln und Rohstoffen. Gleichzeitig verfüge Thailand über Stärken in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Weiterverarbeitung, die eine engere bilaterale Zusammenarbeit fördern und den Handel ausbauen könnten.
Chancen für Exporte und Investitionen
Der Gipfel soll zudem neue Impulse für die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie- und Ernährungssicherheit, Wissenschaft, Technologie und Innovation setzen. Darüber hinaus erhofft sich die Regierung zusätzliche Exportchancen sowie Investitionen in Branchen, die langfristiges Wirtschaftswachstum, neue Arbeitsplätze und steigende Einkommen unterstützen.