Anutin empfängt deutschen Botschafter

Abschiedsbesuch mit Fokus auf FTA und OECD-Beitritt Thailands

Premierminister Anutin Charnvirakul (r.) empfing den deutschen Botschafter Ernst Wolfgang Reichel (l.) zu dessen Abschiedsbesuch in Bangkok. Foto: Thairath
Premierminister Anutin Charnvirakul (r.) empfing den deutschen Botschafter Ernst Wolfgang Reichel (l.) zu dessen Abschiedsbesuch in Bangkok. Foto: Thairath

BANGKOK: Premierminister Anutin Charnvirakul hat den deutschen Botschafter in Thailand, Ernst Wolfgang Reichel, zu einem Abschiedsbesuch im Regierungsgebäude empfangen. Anlass war das bevorstehende Ende der Amtszeit des Diplomaten. Beide Seiten betonten die seit 164 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen zwischen Thailand und Deutschland sowie die enge Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Während des Gesprächs dankte Anutin dem Botschafter für dessen Beitrag zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen und würdigte dessen Engagement bei der Förderung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Das Treffen fand in freundschaftlicher Atmosphäre statt und spiegelte nach Angaben der Regierung die vertrauensvollen Beziehungen zwischen beiden Ländern wider.

FTA soll Handel und Investitionen stärken

Ein Schwerpunkt der Gespräche war das geplante Freihandelsabkommen zwischen Thailand und der Europäischen Union (Thailand–EU FTA). Der Premierminister bekräftigte die Absicht der thailändischen Regierung, die Verhandlungen möglichst rasch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Beide Seiten waren sich einig, dass das Abkommen neue Impulse für Handel, Investitionen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Thailand, Deutschland und der Europäischen Union schaffen könne.

Darüber hinaus sprach Anutin über die Bemühungen Thailands um eine Mitgliedschaft in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Eine Aufnahme in die OECD werde nach Auffassung der Regierung dazu beitragen, internationale Standards weiterzuentwickeln, das Vertrauen von Investoren zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu erhöhen.

Frankreich-Besuch stärkt FTA-Verhandlungen

Der Premierminister verwies zudem auf seinen Frankreich-Besuch Ende Mai, bei dem er Gespräche mit Vertretern europäischer Unternehmen und Investoren geführt hatte. Dabei habe Thailand seine Entschlossenheit bekräftigt, die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union zügig voranzutreiben.

Zum Abschluss des Treffens dankte Anutin dem scheidenden Botschafter für die gute Zusammenarbeit während seiner Amtszeit in Thailand. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die bestehenden Beziehungen zwischen beiden Ländern auch künftig weiter ausgebaut werden und beiden Seiten wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile bringen werden.

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Roman Knöpfel 14.06.26 15:40
@ Harald
Wieso lebst Du denn in Thailand? Weil der Rotlicht Bezirk biligere Dienstleistungen anbietet als St.Pauli?
Wieso kommen Flüchtlinge nach Europa, weil Sie keine Perspektiven in ihrem Heimatland haben. Beide Beweggründe haben ihre Berechtigung! Wer sich verbessern kann, der soll sich verbessern können. Und nur weil wir zufällig in Europa geboren wurde und nicht in der Sahelzone, berechtigt uns nicht überheblich auf Notdürftige herab zu schauen. Wenn Europa nach dem WW2 nicht von den Siegermächten wieder aufgebaut worden wäre, hätten einige eine weniger hohe Pension, was natürlich gerne vergessen wird.
Harald N.. 14.06.26 15:20
164 Jahre Zusammenarbeit...
...in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ergebnis ist: das Ehepartner noch immer in Thailand wie x-beliebige Touristen behandelt werden und in Deutschland jeder ohne Pass mehr Unterstützung erfährt.

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