RAYONG: Französische Unternehmen zeigen zunehmendes Interesse an Investitionen in die thailändische Luftfahrtindustrie, die Flugzeugwartung sowie moderne Logistikdienstleistungen. Dies erklärte Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek nach dem Frankreich-Besuch von Premier- und Innenminister Anutin Charnvirakul, der dort die Entwicklungschancen des Eastern Economic Corridor (EEC) und des Flughafens U-Tapao als künftiges Luftverkehrsdrehkreuz der ASEAN-Staaten vorgestellt hatte.
Nach Angaben der Regierung präsentierte Anutin das wirtschaftliche Potenzial Thailands bei mehreren Treffen mit Investoren. Besonderes Interesse hätten französische Unternehmen an der Luftfahrtbranche gezeigt.
Ausschlaggebend seien dabei sowohl die geografische Lage des Landes als auch dessen Potenzial als regionales Zentrum für Luftverkehr und Logistik.
Französische Firmen zeigen Interesse
Das Thema Luftfahrt spielte eine zentrale Rolle bei Gesprächen mit thailändischen Botschaftern und Generalkonsuln in Europa, bei einem Treffen mit der französischen Wirtschaftsorganisation MEDEF International sowie bei Gesprächen mit führenden französischen Unternehmen. An dem Treffen von MEDEF International nahmen mehr als 38 Unternehmen aus dem Privatsektor teil.
Zu den Bereichen, die auf französischer Seite besonderes Interesse weckten, zählen die Luftfahrtindustrie, die Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen (MRO) sowie moderne Logistiklösungen. Rachada betonte, dass Thailands Wettbewerbsvorteile nicht nur auf seiner geografischen Lage beruhten. Ebenso wichtig seien die vorhandene Infrastruktur und die Leistungsfähigkeit der gesamten Produktions- und Logistikkette.
U-Tapao als Schlüsselprojekt im EEC
Als zentrale Stärken nannte sie den Flughafen U-Tapao, die geplante Eastern Aviation City, Schienen- und Hafenanbindungen, bestehende Logistiknetzwerke, Industriegebiete sowie die Möglichkeit, Fachkräfte gezielt für Hightech-Branchen weiterzuqualifizieren. Diese Faktoren sollen die Grundlage für den Ausbau Thailands zu einem führenden Luftfahrt- und Logistikstandort in Südostasien bilden.
Ein Schlüsselprojekt ist dabei der Flughafen U-Tapao mit der Eastern Aviation City im Eastern Economic Corridor. Die Anlage wird für eine Kapazität von bis zu 60 Millionen Passagieren pro Jahr ausgelegt. Neben dem Passagierverkehr soll sie auch als Luftfrachtzentrum dienen. Geplant sind darüber hinaus ein Wartungszentrum für Flugzeuge sowie eine Zollfreizone für Industrie- und Logistikunternehmen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts wird auf rund 218,79 Milliarden Baht geschätzt.
Französisches Know-how für den EEC
Nach Angaben der Regierung verfügen französische Unternehmen insbesondere in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigungstechnologie sowie Hochtechnologie über umfangreiche Kompetenzen. Diese Schwerpunkte entsprächen den langfristigen Plänen Thailands, den EEC zu einem Zentrum zukunftsorientierter Industrien auszubauen.
Rachada erklärte, dass der Premierminister die Plattformen in Frankreich genutzt habe, um Vertrauen in den thailändischen Wirtschaftsstandort zu schaffen. Die Luftfahrt gehöre dabei zu den wichtigsten Zukunftsbranchen, da Thailand über die erforderliche Lage, Infrastruktur, Lieferketten und Arbeitskräfte verfüge, um seine Rolle als Luftverkehrsdrehkreuz der ASEAN weiter auszubauen.