Verhaltenskodex

Oskar vermisst eine Broschüre mit Verhaltens- und Benimmregeln für Touristen. Die Informationen sollten in mehreren Sprachen gedruckt werden und in Hotels und Gästehäusern ausliegen.

Wichtig wäre, Ausländer auf Risiken und Gefahren während ihres Thailandaufenthaltes hinzuweisen. Dass sie nicht ihre Zigarettenkippen auf Gehwegen und Straßen entsorgen, denn das wird in diesem Land mit einem Bußgeld von 2.000 Baht bestraft. Dass unter den Verleihern von Autos, Motorrädern und Jet Skis schwarze Schafe sind, die Touristen finanziell über den Tisch ziehen. Dass Besucher abends unbeleuchtete und schlecht beleuchtete Straßen besser meiden, sollte eigentlich bekannt sein. Ebenso, dass Frauen sich beim abendlichen Spaziergang nicht mit wertvollem Schmuck behängen; sie sollten auch auf eine Handtasche verzichten – um nicht Opfer eines Raubüberfalls zu werden. Unbedingt ist eine Kopie des Reisepasses einschließlich des Visums mit sich zu führen.

Männer und Frauen verstoßen gegen die Etikette, wenn sie mit bloßem Oberkörper bzw. schmalem Bikinioberteil Geschäfte, Restaurants oder Einkaufszentren betreten. Zu Hause würden sie es ja auch nicht wagen. Thais sind viel zu tolerant, um Ausländer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Allerdings wehren sie sich gegen pöbelnde Partymenschen, auch können sie bewusst oder unbewusst überhebliche Farang nicht ausstehen.

Verständlich, dass junge Menschen im Urlaub mal so richtig die Sau rauslassen wollen. Aber, bitte schön, in Bars, Pubs und Discos, nicht im Hotel, denn andere Gäste wollen schlafen. Auch das Personal, schließlich müssen die allermeisten am nächsten Tag früh aufstehen.

Wer, wie die Thais, gerne lacht, Humor zeigt und sein Herz immer am rechten Fleck hat, wird sich im Königreich als Mensch aufgenommen fühlen.

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Leserkommentare

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Wilhelm Peters 22.12.14 14:55
Einige Leser dieser Oskar-Kolumne haben nichts verstanden,
scheint mir tatsächlich so. Was will und wollte Oskar, der für mich einen absolut neutralen Blick durch klare Gläser und nicht durch die rosaroten hat, denn nun damit wohl sagen? Eben, Herr Sigrist, die Thais halten sich in vielen Dingen nicht an Recht und Gesetz, soll es nun der Urlauber auch nicht, oder was wollten Sie eigentlich mit Ihrem Kommentar sagen? Dem Urlauber wird immer noch in Hochglanz oder auch weniger Glanz Broschüren erzählt, wie unglaublich toll hier alles ist, sozusagen das letzte Paradies auf Erden. Viele wissen es nicht, hier wird man abgezogen als farang, nicht immer aber doch häufig und gerne. Wer will denn hier schon den Mund ob irgendeiner Ungerechtigkeit aufmachen, die Chance wirklich Recht zu bekommen ist verdammt gering. Klar kostet es Geld, Kippen einfach so zu entsorgen oder seinen Müll zu deponieren wo man will. Aber für 2000 Baht schwärzt kein Thai einen anderen Thai an, vor allem hält man sich als Thailänder möglichst aus allem raus. Und weiterhin dürfte es uns, der wir hier nun schon länger leben, doch wohl mittlerweile bekannt sein, dass es jede Menge schwarzer Schafe unter Auto- und Mopedverleihern gibt, von den Jet-Ski Verleihern gar nicht erst zu sprechen. Und klar wird man hier sehr gerne beklaut, meine Güte, lest Ihr alle keine Zeitung mehr? Tagtäglich meist nächtlich gehen die Raubzüge auf Touristen los. Die Touristen sind nicht mehr so zahlreich hier und eine Menge Thais müssen ihre tollen Luxusgüter, die im Normalfall alle auf Kredit gekauft sind weiter abstottern. Da kommt der goldbehangene Urlauber gerade recht. Und richtig, ich sehe es bei meinen Einkäufen fast täglich: Mit nacktem Oberkörper rennt man im Supermarkt herum, die Härte war für mich eine "Dame" im Bikinioberteil und Shorts und der "nette Ehemann" in Badehose und freiliegender Speckwampe an der Frischfleischauslage. Hallo, was ist das denn? Und sicher ist es sehr ratsam zumindest eine Kopie seines Reisepasses mit sich zu führen. In Deutschland sollte man auch den Personalausweis dabei haben, ist zwar alles kein "Verbrechen" wenn man dieses nicht macht, aber bei Kontrollen darf man erstmal die Polizeiwache zur näheren Überprüfung besuchen. Das kann man alles vermeiden. Die Kolumne von Oskar ist nicht weltfremd und er sitzt auch nicht im Ausland und schreibt irgendetwas, Oskar weiß sehr genau was er zu Papier bringt, mir scheinen da eher einige Kritiker hier, etwas thailandfremd zu sein oder nur an ihren Stammtischen zu hocken und möglichst über alles abzulästern. Kritik ist immer erwünscht, aber hier in diesem Fall? ich breche jetzt mal für Oskar die Lanze und sage ja zu einer Broschüre über Verhaltens- und Benimmregeln, gerade letzteres hätten so einige der hier lebenden Herren mehr als nötig.
Beat Sigrist 17.11.14 12:38
Gesetze nur für Ausländer ?
Lieber Herr Oskar, wäre sicher eine gute Idee einen solchen Verhaltenstip in den Hotels aufzulegen aber bitte mit dem Vermerk, dass diese Gesetze nur für Touristen gelten. Ich wohne erst 5 Jahre in diesem schönen Land aber ich kenne keinen einzigen Thai welcher sich an diese Regeln hält respektive die Regeln bekannt sein sollten.Sarkasmus und Ironie sind doch so schöne Dinge um mit der deutschen Sprache zu spielen.