Überschwemmungen in Hat Yai spitzen sich zu

Militär und Behörden im Dauereinsatz, Lage in Hat Yai bleibt kritisch

Ein Soldat trägt einen Koffer durch hüfttiefes Wasser während der Evakuierungen im überfluteten Stadtzentrum von Hat Yai. Foto: Royal Thai Army
Ein Soldat trägt einen Koffer durch hüfttiefes Wasser während der Evakuierungen im überfluteten Stadtzentrum von Hat Yai. Foto: Royal Thai Army

SONGKHLA: Militäreinheiten, Katastrophenschutzbehörden und lokale Behörden arbeiten in der südlichen Provinz Songkhla rund um die Uhr, um Anwohner aus überfluteten Häusern zu retten, da die Pegelstände weiter steigen.

Soldaten der Vierten Armee wurden angewiesen, Patienten aus betroffenen Krankenhäusern zu evakuieren und gestrandete Bewohner mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen. In Notunterkünften wurden mobile medizinische Einheiten eingerichtet, um Erste Hilfe zu leisten und besonders gefährdete Personen zu betreuen. Die Polizei patrouilliert in den überfluteten Gemeinden, um Eigentumsdelikte zu verhindern, während die Verkehrspolizei Warnschilder aufstellt, damit sich keine Fahrzeuge in überschwemmten Bereichen festfahren. Schnellreaktionsteams stehen bereit, um die Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Anutin besucht Hochwassergebiet

Premierminister Anutin Charnvirakul reiste am Sonntag (23. November 2025) nach Hat Yai, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Am Flughafen sprach er mit gestrandeten Passagieren, darunter auch ausländischen Touristen, ließ sich über den Stand der Hilfsmaßnahmen informieren und besuchte anschließend mit einem Lastwagen ein provisorisches Notquartier.

Anwohner und Touristen steigen auf Militär-LKW, die sie aus dem überfluteten Zentrum von Hat Yai bringen. Foto: Royal Thai Army
Anwohner und Touristen steigen auf Militär-LKW, die sie aus dem überfluteten Zentrum von Hat Yai bringen. Foto: Royal Thai Army

Bis Sonntag wurden zehn Bezirke Songkhlas offiziell zum Katastrophengebiet erklärt. In Hat Yai, dem wirtschaftlichen Zentrum der Region, bleibt die Lage laut Behörden weiterhin kritisch; zahlreiche Straßen im Geschäftsviertel stehen unter Wasser. In einigen Bereichen beginnen die Pegel jedoch zu sinken, sodass viele gestrandete Touristen aus Malaysia ihre Hotels verlassen und zum Landgrenzübergang fahren konnten, wie ein Hotelbetreiber an der Nipat-Uthit-2-Straße mitteilte.

Über 465.000 Betroffene in Songkhla

Gouverneur Rattasart Chidchoo erklärte, dass die seit dem 19. November 2025 andauernden Überschwemmungen mehr als 465.000 Menschen in 16 Bezirken betroffen hätten, davon rund 243.000 allein im Bezirk Hat Yai. Im Bezirk Ranot beschädigten zudem starke Winde über 700 Haushalte. Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet. Die lokalen Behörden wurden angewiesen, eine 24-Stunden-Erreichbarkeit sicherzustellen und auf Notrufe umgehend zu reagieren.

Soldaten und Helfer unterstützen ältere Anwohner beim Einsteigen in einen LKW im überschwemmten Hat Yai. Foto: Royal Thai Army
Soldaten und Helfer unterstützen ältere Anwohner beim Einsteigen in einen LKW im überschwemmten Hat Yai. Foto: Royal Thai Army

Anutin kündigte an, mit den Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen zu beginnen, sobald es die Situation zulässt. Außerhalb der Stadt traten Fluten aus dem Bezirk Sadao entlang des U-Tapao-Kanals über die Ufer und überschwemmten die Kreuzung Thung Lung. Teile der Straße Pak Thong–Khuan Chong wurden durch abfließendes Wasser aus dem Bezirk Na Mom unpassierbar, sodass zahlreiche Autofahrer ihre Fahrzeuge zurücklassen mussten.

Starke Monsunregen im Süden bis Mittwoch

Das regionale Meteorologieamt warnte vor weiteren intensiven Niederschlägen im unteren Süden Thailands, einschließlich Songkhla, bis mindestens Mittwoch (26. November 2025), verursacht durch einen starken Monsuntrog über dem Golf von Thailand.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.