Todesfahrer zahlt 45 Millionen Baht Entschädigung

Foto: Thai Rath/Thaivisa
Foto: Thai Rath/Thaivisa

BANGKOK: Ein Fabrikbesitzer, der bei einem von ihm verschuldeten Verkehrsunfall einen hohen Polizeibeamten und dessen Frau getötet und die Tochter schwer verletzt hatte, hat der Familie 45 Millionen Baht gezahlt.

Der Mercedesfahrer soll nach einem Bericht von „Thai Rath“ seit dem Unfall zerknirscht sein. Er hat alle Rechnungen bezahlt und der Familie der Verstorbenen ein neues Auto gekauft. Weiter soll er sich vom Alkoholtrinken abgewandt haben und nur noch Kaffee konsumieren. Der 56-Jährige hatte in seinem Golfclub mehrere Flaschen Bier getrunken und seinen Mercedes-Benz gegen den Suzuki Swift des Polizisten gelenkt. Der Fahrer und seine Ehefrau starben am Unfallort, die zwölfjährige Tochter wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Bei einem Treffen der Familie und des Todesfahrers in Anwesenheit von Captain Phitak Phoonphuttha auf der Polizeiwache in Saladaeng wurden die finanziellen Bedingungen des Vergleichs beschlossen. Die Mutter des getöteten Polizeibeamten und die älteste Tochter seiner Ehefrau erhalten jeweils 2,5 Millionen Baht. Die zwei Kinder des Beamten, 12 und 15 Jahre alt, bekommen jeweils 15 Millionen Baht. Das Geld der Minderjährigen wird vom Gericht verwaltet. Der Unglücksfahrer hat die Krankenhausrechnungen der verletzten Tochter in Höhe von 1,5 Millionen Baht bezahlt, Schulden der Familie in Höhe von 5 Millionen Baht beglichen und für die Familie einen Toyota Fortuner gekauft. Den Kindern der Unfallopfer sollen Jobs in der Firma des Mercedes-Fahrers angeboten werden.

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uli von Berlin 27.05.19 11:57
1,3 Mio Euro UND. in Thailand
Typisch deutsch, eure Stellungnahmen. ... Bestrafung fördern. Der Unternehmer zeigt Reue und Rückgrat..... Bestrafung nützt Niemandem. Der Unternehmer nützt seiner Firma und den Hinterbliebenen als freier Mann mehr. Wenn es stimmt trinkt er jetzt Kaffee statt
Phi Nott 25.05.19 15:05
Wie auch immer:
Der Mann hat wenigstens Verantwortung übernommen. Andere, z.B. gewisse Erben einer Getränkedynastie, ziehen es vor, vom Ausland aus die Justiz vorzuführen und den Stinkefinger zu zeigen.
Martin Reinhart Berger 25.05.19 15:05
Todesfahrer
Schoen und gut, aber selbst mit Millionen bekommt man ein Leben nicht zurueck. Was ist mit der strafrechtlichen Bearbeitung des Falles?? Oder gleicht hier wieder einmal Geld alles aus und der Unfallverursacher kommt so davon, weil er Geld hat?? Jeder arme Schlucker, der aus purer Not was klaut, muss mit Gefaengnis rechnen." Alle Menschen sind gleich", bis auf die mit Kohle, die sind gleicher???
Ingo Kerp 25.05.19 13:37
Ist der Mercedes Fahrer damit um eine Verurteilung herum gekommen? Dem Bericht ist zu entnehmen, das es zwischen ihm und der trauernden Familie einen Vegleich gegeben hat, von einer Verurteilung ist nichts zu lesen.
Norbert Schettler 25.05.19 11:57
Entweder
handelt es sich bei dem Fortuner um eine Special Edition Ausfuehrung oder die Polizeiwache hat noch eine "Bearbeitungsgebuehr" fuer den Vergleich bekommen. 45 Mio. sind allerdings eine Menge Geld die der Herr bezahlt hat. Waere das Unfallopfer der kleine Verkehrspolizist gewesen, haetten 10% dieser Summe wohl ausgereicht.