Ladprao-Brand: Zahl der Toten steigt auf 33

Polizei befragt 96 Zeugen und untersucht Brandursache weiter

Nach dem Brand im Livemusiklokal Rong Beer Na Ladprao untersuchen Polizei und Sachverständige weiter die Brandursache und mögliche Versäumnisse. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Nach dem Brand im Livemusiklokal Rong Beer Na Ladprao untersuchen Polizei und Sachverständige weiter die Brandursache und mögliche Versäumnisse. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Der verheerende Brand im Livemusiklokal Rong Beer Na Ladprao hat nach aktuellen Angaben 33 Todesopfer gefordert. 71 Verletzte befinden sich weiterhin im Krankenhaus, davon 16 in kritischem, 12 in ernstem und 43 in stabilem Zustand. Die Behörden untersuchen weiterhin die Ursache des Feuers.

Laut der Polizei fand am Mittwoch (15. Juli 2026) um 17.00 Uhr eine Besprechung zwischen der Metropolitan Police Division 2und weiteren zuständigen Behörden statt.

Nach über drei Stunden Beratungen erklärte der Leiter der Metropolitan Police Division 2:

  • Die Zahl der Todesopfer stieg auf 33, nachdem ein weiterer Verletzter – der Leadsänger der in der Unglücksnach auftretenden Band – um 17.56 Uhr im Rajavithi Hospital seinen Verletzungen erlag.
  • Alle Opfer konnten inzwischen identifiziert werden.
  • 31 Leichen wurden bereits an ihre Familien übergeben.

Zeugen und Beweismittel

Die Ermittler haben bislang 96 Zeugen befragt, darunter:

  • 1 Geschäftsinhaber
  • 26 Mitarbeiter
  • 56 Angehörige der Opfer und Verletzten
  • 10 Einsatzkräfte und Ermittler
  • 3 Sachverständige für Bauwesen und Umwelttechnik

Hinweise auf mögliche elektrische Ursache

Nach Angaben der Elektrizitätsbehörde hatte der Betreiber etwa zwei Monate nach der Eröffnung beantragt, die Stromkapazität von 30/100 Ampere auf 200 Ampere zu erhöhen, da die bestehende Anlage nicht ausreichend war. Die neue Stromversorgung war jedoch noch nicht installiert. Die entsprechenden Unterlagen werden derzeit geprüft.

Videoaufnahmen ausgewertet

Die erste Auswertung der Überwachungskameras ergab:

  • Etwa 15 Sekunden vor Ausbruch des Feuers entstand Rauch an der Decke über der Bühne in der Nähe des rechten Ausgangs.
  • Vom ersten Rauch bis zum Vollbrand verging ungefähr eine Minute.
  • Der Rauch wurde gegen 23.49 Uhr sichtbar; gegen 23.50 Uhr breitete sich das Feuer explosionsartig aus. Forensische Experten untersuchen weiterhin sämtliche Spuren, um die genaue Brandursache festzustellen.

Genehmigungen und Fluchtwege

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Betrieb ursprünglich als Restaurant genehmigt. Beamte, die für die Erteilung der Genehmigungen und die Bauabnahmen verantwortlich waren, wurden zur Vernehmung vorgeladen. Weitere Unterlagen werden vom Bezirksamt angefordert.

Zu Berichten über verschlossene Notausgänge laufen noch Ermittlungen. Da sich Medienberichte und Zeugenaussagen teilweise widersprechen, sollen weitere wichtige Zeugen befragt werden.

Ermittlungen zu einem angeblichen Soldaten

Auch ein Mann, der als „Leutnant Nut“ bezeichnet wird und während des Vorfalls eine Armeeuniform getragen haben soll, wurde als Zeuge vorgeladen. Die Behörden untersuchen seine Rolle bei dem Ereignis.

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