Tiercafés im Trend

Foto: Phnom Penh Post/Hong Menea
Foto: Phnom Penh Post/Hong Menea

PHNOM PENH: Mir wachsender Sorge beobachten Tierschützer in Kambodscha den Boom von Cafés mit exotischen Tieren als Attraktion. Im „Reptiliencafé“ in Phnom Penh werden in Käfigen und Terrarien Iguana, Schlangen, Geckos und Spinnen zur Schau gestellt.

Im „Zoo Café“ können sich die Gäste an winzigen Affenarten aus Südamerika, Wüstenspringmäusen, Richardson-Ziesel und gewöhnlichen Meerschweinchen erfreuen. Die Café-Besitzer preisen ihre Geschäftsidee als gutes Werk an, um Stadtmenschen die Natur nahezubringen. Tierschützer finden die Tier-Cafés grausam. Nach Recherchen von „Channel NewsAsia“ wurden die meisten der Tiere aus Thailand und Vietnam importiert und von den zuständigen kambodschanischen Behörden als Haustiere deklariert. Wildtieren seien aber keine Haustiere, betonte eine Sprecherin der Tierschutzorganisation „Wildlife Conservation Society“ (WCS). Nick Marx von „Wildlife Alliance“ fordert, die gefangenen Tiere wieder in ihrem natürlichen Habitat auszusetzen.

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Leserkommentare

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Hermann Auer 13.01.19 22:56
frommer Wunsch vom Fachmann
Zitat: "Nick Marx von „Wildlife Alliance“ fordert, die gefangenen Tiere wieder in ihrem natürlichen Habitat auszusetzen.". Ich fürchte, das Problem ist so nicht mehr zu lösen. Diese armen Kreaturen sind großenteils wohl bereits vom Tourismus "verdorben", und viele davon würden ein Auswildern nicht lange überleben.
werner hess 13.01.19 17:11
tiercafes
ist doch harmlos. in China gibt es solche locale da kann man die ausgestellten Tiere auch bestellen zum essen .