BANGKOK: Die nach dem Putsch von 2014 eingestellten Gespräche über ein Freihandelsabkommen (FTA) zwischen Thailand und der Europäischen Union (EU) will die Regierung wieder aufnehmen. „Dies folgt einer Anweisung des neuen stellvertretenden Premierministers und Handelsministers Jurin Laksanavisit, der am vergangenen Donnerstag im Parlament angekündigt hat, dass das Land die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit der EU wiederbeleben wird", sagte Auramon Supthaweethum, Generaldirektorin der Abteilung für Handelsverhandlungen.
Nach dem Putsch von 2014 und der Militärherrschaft in Thailand stellte die EU die Verhandlungen mit Thailand über ein Freihandelsabkommen ein, um gegen die Aufhebung der Demokratie zu protestieren. Stattdessen führte die EU Handelsverhandlungen mit anderen ASEAN-Staaten und unterzeichnete Freihandelsabkommen mit Singapur und Vietnam.
Der beiderseitige Handel zwischen Thailand und der EU stieg 2018 um 6,5 Prozent auf 47,3 Milliarden US-Dollar (1,4 Billionen Baht). Auf die thailändischen Exporte entfielen 25 Milliarden Dollar, ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und die Importe stiegen um 8,17 Prozent auf 22,3 Milliarden Dollar.
Mit dem ratifizierten Freihandelsvertrag könnte es natürlich sein, dass Vietnam zunehmend TH den Rang abläuft (das tut es ja jetzt schon) und es daher Entspannung für EUR/THB gibt. TH wird die Zinsen kräftig senken und weitere Massnahmen einleiten müssen, in wie weit das dann den THB runter bringt, bleibt abzuwarten. Als Expats hoffen wir natürlich dass die Überbewertung des THB sich bald legen wird. Aber selbst Länder wie CH haben sich damit arrangieren müssen mit 20-30% überbewerteter Währung zu leben. Solange TH sperrangelweit offen für graues und Geld noch dunklerer Farbe ist, bleibt der THB stark gefragt.