Einreisegebühr stößt auf Widerstand

Tourismusbranche fordert Aufschub der geplanten 300-Baht-Abgabe

Reisende am Suvarnabhumi Airport in Bangkok: Die geplante Einreisegebühr von 300 Baht stößt in der Tourismusbranche auf Kritik. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Reisende am Suvarnabhumi Airport in Bangkok: Die geplante Einreisegebühr von 300 Baht stößt in der Tourismusbranche auf Kritik. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Vertreter der thailändischen Tourismusbranche haben die Regierung aufgefordert, die geplante Einführung einer Einreisegebühr von 300 Baht für ausländische Besucher vorerst zu verschieben. Sie befürchten, dass die Abgabe insbesondere den grenzüberschreitenden Reiseverkehr beeinträchtigen und bestehende Reiseversicherungen für Touristen unnötig doppeln könnte.

Die Forderung wurde bei einer Sitzung zur Tourismusentwicklung in Hat Yai erhoben, die unter dem Vorsitz von Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul stattfand. An den Beratungen nahmen Vertreter staatlicher Behörden, der Privatwirtschaft, der Handelskammer von Songkhla, verschiedener Tourismusverbände sowie Hotelbetreiber teil. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen zur Erleichterung des Grenzverkehrs und zur Verbesserung der Sicherheit.

Bedenken gegen Touristenabgabe wachsen

Songchai Mungprasitchai, Präsident der Songkhla Tourism Promotion Association, erklärte, dass die Tourismuswirtschaft die Regierung aufgefordert habe, die Einführung der Gebühr aufzuschieben und zunächst eine umfassendere Folgenabschätzung vorzunehmen. Nach seiner Einschätzung könnte die geplante Abgabe Leistungen überschneiden, die Reiseveranstalter ihren Kunden bereits in Form von Reiseversicherungen anbieten.

Gebühr pro Fahrzeug statt pro Kopf

Besonders kritisch sei die Situation in den südlichen Grenzprovinzen. Dort überqueren täglich zahlreiche Menschen die Grenze zwischen Thailand und Malaysia, um Handel zu treiben, zur Arbeit zu pendeln, Restaurants zu besuchen oder Kurzreisen zu unternehmen. Songchai schlug daher vor, eine mögliche Gebühr nicht pro Reisendem, sondern pro Fahrzeug zu erheben. Dadurch könnten die Auswirkungen auf den täglichen Grenzverkehr deutlich reduziert werden.

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