Thailand führt CO2-Steuer ein

Ein Pick-up stößt bei einer Überprüfung dicken, schwarzen Rauch aus seinem Auspuff aus. Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Ein Pick-up stößt bei einer Überprüfung dicken, schwarzen Rauch aus seinem Auspuff aus. Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Thailand wird in diesem Monat eine CO2-Steuer einführen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. Diese Maßnahme ist Teil der Bemühungen des Landes, eine kohlenstoffarme Gesellschaft zu etablieren und internationale Umweltstandards zu erfüllen.

Der stellvertretende Finanzminister Paopoom Rojanasakul erklärte am Montag (3. Februar 2025), dass die ministerielle Verordnung zur CO2-Steuer, die vor zwei Wochen vom Kabinett verabschiedet wurde, derzeit vom Staatsrat geprüft werde. Dies geschah im Rahmen der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zur Förderung des Bewusstseins für die CO2-Steuer und den nachhaltigen Energieverbrauch mit PTT Plc und Bangchak Corporation Plc.

Die neue Steuer wird in die bestehende Ölsteuerstruktur eingebettet, ohne die Verbraucher zusätzlich zu belasten. Sie hat bereits internationale Anerkennung gefunden, insbesondere seitens der Europäischen Union.

Laut Paopoom basiert die Berechnung der CO2-Steuer auf einem Satz von 200 Baht pro Tonne Kohlendioxidäquivalent, multipliziert mit dem Emissionsfaktor der jeweiligen Ölsorte. Falls Ölproduzenten die Emissionen unter den festgelegten Schwellenwert senken, wird die Steuer entsprechend reduziert.

Zusätzlich kooperiert das Excise Department mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Chulalongkorn University, PTT Oil and Retail Business Plc (OR) sowie der Bangchak Corporation. Ziel ist es, das Bewusstsein für die CO2-Steuer und einen nachhaltigen Energieverbrauch zu stärken.

PTT Oil and Retail Business Plc wird operative und ressourcenbezogene Unterstützung leisten, indem unter anderem die Menge der Treibhausgasreduktion für Verbraucher bei jeder Betankung auf Bildschirmen an PTT-Tankstellen angezeigt wird. Diese Initiative steht im Einklang mit der OR-Richtlinie zu nachhaltiger Entwicklung und zielt darauf ab, eine sauberere Gesellschaft zu fördern und eine kohlenstoffarme Zukunft zu unterstützen.

Die Bangchak Corporation wird ebenfalls zur Bewusstseinsbildung beitragen. So wird im Rahmen des Bangchak Green Miles-Programms die Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Mitglieder als entsprechende Anzahl gepflanzter Bäume in der Kampagne „Your Tree“ dargestellt. Diese Daten werden in der mobilen Bangchak-App erfasst, sodass Verbraucher ihren umweltfreundlichen Kraftstoffverbrauch direkt mit dem Umweltschutz in Verbindung bringen können. Die Kampagne startet am 1. März 2025.

Verbraucher werden bei jeder Tankfüllung über die durch den gekauften Kraftstoff verursachten CO2-Emissionen informiert. Laut Paopoom soll dies zu bewussteren Entscheidungen führen und Anreize für die Reduzierung des individuellen CO2-Fußabdrucks schaffen.

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Henry Miller 04.02.25 23:53
CO₂-Steuer ohne Wirkung?!
Eine CO₂-Steuer senkt die Emissionen nicht automatisch, sondern verteuert nur Energie. Solange es keine besseren Alternativen gibt, bleibt der Verbrauch hoch.

Dabei ist CO₂ kein Schadstoff, sondern lebenswichtig für Pflanzen. Mit nur 0,04 % Anteil in der Atmosphäre ist es ein Spurengas, das in der Erdgeschichte schon weit höhere Konzentrationen hatte. Mehr CO₂ kann sogar das Pflanzenwachstum fördern.

Statt auf Verteuerung zu setzen, sollte man in innovative Technologien und Aufforstung investieren – das bringt der Umwelt mehr als eine weitere Steuer.
Ernst Schwartz 04.02.25 23:50
Quatsch
Alle rauchenden Motorfahrzeuge, inkl. Motorräder, sofort aus dem Verkehr ziehen bis sie in Ordnung gebracht wurden, Abgas-Prüfungen alle 2 Jahre mit Plakette, etc., würde für den Umweltschutz viel mehr bringen als diese unsinnige Steuer. Es wird alles im alten Tramp weitergehen. Ist reine Augenwischerei, window dressing, die EU applaudiert, klar.
Joe Schürmann 04.02.25 19:50
Co2
Passieren wird nix. Alles nur BLABLA. Ich würd mich auch freuen wenn das Geknatter in der Nacht von defekten LKW, PKW oder Mofas endlich mal ein Ende findet. Aber wer will das kontrollieren,
Die Polizei bestimmt net. Bei einem Anruf das es in 200 m auf dem Nachbargrundstück brennt weil da jemand seine Abfälle ENTSORGT, bekommt man die Antwort das man hingegen soll und die zur Vorsicht ermahnen möchte. Es hat noch nicht genug Baumbestand vernichtet. Und das bei der Trockenheit. Und wenn die Thais für Holzkohle oder sonstiges einen Baum fällen, haben wenigstens 2 ne Kippe auf den Lippen.
Juckt auch keinen
Dirk 04.02.25 16:10
Jetzt fängt Thailand auch noch an mit der Luftsteuer. Inzwischen muss doch jedem bewusst sein das man damit nur abgezockt wird.Und ein Umdenken wird auch nicht einsetzen.
Dracomir Pires 04.02.25 15:30
Thailand würde lieber sehr rasch ...
alle stinkenden Dieselbusse und uralten Lastwagen verschrotten. Und die umgebauten Pickups verbieten, welche bei jedem Gasgeben enormen Lärm machen und pechschwarze Russwolken ausstossen.
Jomtien Franky 04.02.25 14:50
Und was...
...hat das mit dem qualmenden Pickup auf dem Eingangsbild zu tun?? Das ist doch ein anderes Thema, und fast wichtiger als alle anderen. Die sollten wirklich mal eine Kampagne starten, und alle Stinker zur Kasse bitten, das würde der Luft schon helfen. Und übers Portemonnaie kommt vielleicht sogar Einsicht, natürlich nur vielleicht....
Ingo Kerp 04.02.25 14:10
Im letzten Stz des obigen Artikels heißt es:"...Anreize für die Reduzierung..." Welche Anreize sollen damit gemeint sein? Wer tanken muß, der fährt zur Tankstelle und tankt. Ob die Anzeige eines CO2-Fußabdrucks dem Tankenden ein schlechtes Gewissen macht, darf bzweifelt werden.
Holger Hasselwander 04.02.25 14:00
@Sandro Rudin
Ja das verstehe ich auch nicht ...ohne Belastung der Verbraucher kann man weder etwas steuern/lenken oder Einkommen generieren...
Jörg Obermeier 04.02.25 13:40
M 2cent
Wenn man für eine "neue Steuer" einfach einen Teil der alten nur umbenennt und kostenneutral gestaltet mag das sehr nett klingen. Weiterhelfen wird es aber leider nicht.
Johannes Tochtermann 04.02.25 13:20
Alles schöne Worte......
Alles schöne Worte...... wie viel zu oft ...... ALLEIN MIR FEHLT DER GLAUBE !!! (wie Vergangenheit und Gegenwart zeigt)
Sandro Rudin 04.02.25 11:20
...ohne die Verbraucher zusätzlich zu belasten
Wäre das nicht der eigentliche Sinn einer solchen Steuer, um dadurch den Verbrauch zu senken?

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