Thailand bereitet die Einfuhr von Molnupiravir vor

Foto: The Nation
Foto: The Nation

BANGKOK: Die thailändischen Behörden bereiten die Einfuhr von Molnupiravir vor. Vorläufigen klinischen Studien folgend verspricht die Substanz eine hohe Wirksamkeit gegen Sars-CoV-2.

Der Leiter der Abteilung für medizinische Versorgung, Somsak Ankasil, sagte in den Medien, dass die Gesundheitsbehörden grünes Licht für den Import von Molnupiravir geben würden, wenn die Phase-3-Studien der Entwickler – Merck und Ridgeback Therapeutics – erfolgreich verlaufen.

Molnupiravir ist ein antiviraler Wirkstoffkandidat, der ursprünglich als Grippemedikament entwickelt wurde. Der Wirkstoff befindet sich derzeit in der letzten Entwicklungsphase (Phase III), in der er an einer großen Zahl von Patienten erprobt wird. Die Ergebnisse werden Ende dieses Monats, im Oktober und November erwartet. Dr Wirkstoff schleust RNA-ähnliche Bausteine in das Erbgut des Virus ein, wodurch der Erreger anfängt Mutationen zu produzieren und sich dadurch nicht mehr vermehren kann.

Das Gesundheitsministerium führt derzeit Gespräche mit Merck über die Beschaffung von Molnupiravir und mit Pfizer über die Einfuhr des Proteasehemmer gegen Corona.Wenn beide Medikamente zugelassen werden, wolle sich Thailand beeilen, um sie gegen künftige Ausbrüche einzusetzen, sagte Khun Somsak gegenüber der Presse. Er erwartet die Zulassung von Molnupiravir bei der thailändischen Food and Drug Administration (FDA) im November.

Wenn das Medikament erfolgreich ist, soll es anstelle von Favipiravir an Covid-19-Patienten werden. Beide Medikamente haben den gleichen Wirkmechanismus, nämlich das Virus am Eindringen in die Zellen zu hindern. Patienten mit leichten Symptomen erhalten 40 Tabletten Molnupiravir, die sie über fünf Tage einnehmen müssen.

In der Zwischenzeit werden die Ergebnisse thailändischer Studien zu Favipiravir, Andrographis paniculata („fah talai jone“) und anderen Medikamenten, die derzeit zur Bekämpfung von Covid-19 eingesetzt werden, in den nächsten 1 bis 2 Monaten erwartet.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Freddy Sommer 09.09.21 13:10
@ Günter Jack
Ivermectin ist nicht nur eine Tiermedizin, sondern wird auch relativ breit gegen Parasiten beim Menschen angewendet.
Eine kurze Google Suche hätte das aufklären können.
Zudem gibt es ca. 40 Studien davon einige äußerst hochwertige die die antivirale Wirkung bei symptomatischen Covid-Ekrankungen zweifelsfrei nachweisen. Siehe gleichnamige Webseite
Hermann Hunn 09.09.21 10:50
Vorbeugen ist besser als Heilen ...
Im Wissen, dass die Preise der Pharma-Industrie für Covid-19 Präparate weder unter den Konkurrenten noch für denselben Fabrikanten in anderen Ländern vergleichbar sind, findet man im Internet Daten, die schon "eine hochgezogene Augenbraue" wert sind.

USA: 1 Impfung 2 Dosen Pfitzer-BionTech ~40.- U$D
EU : 1 Impfung 2 Dosen Pfitzer BionTech ~30.- €

USA : 1 Behandlungseinheit Molnupiravir ~700.- USD (reserviert/geordert)

Alle Beispiele datiert Juni 2021. Das 20-fache der Aufwendungen im Krankheitsfall zeigt doch eklatant, dass es wesentlich besser ist, die Bevölkerung vorbeugend zu impfen, anstatt mit einem „laissez faire" abwarten, bis dass der/das Virus zugeschlagen hat. Zumal diese Medikamente ihre Wirksamkeit optimal bei frühzeitiger Diagnose entfalten und nicht erst wenn der Patient auf der Intensivstation an der Lungenmaschine röchelnd versucht, dem Tod in allerletzten Sekunde von der Schippe zu springen.

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.