THAI-Präsident: Kauf neuer Flugzeuge nicht geplant

THAI-Präsident Chansin Treenuchagron. Foto: The Nation
THAI-Präsident Chansin Treenuchagron. Foto: The Nation

BANGKOK: Der Präsident der Thai Airways International (THAI), Chansin Treenuchagron, hat Berichte dementiert, die bankrotte Fluggesellschaft wolle im Jahr 2025 20 bis 30 neue Flugzeuge für bis zu 100 Milliarden B. erwerben. Das Unternehmen werde bei Bedarf nicht kaufen, sondern leasen, sagte Chansin.

Die „Nation“ stützte sich bei ihrem Bericht auf eine Nachrichtenquelle. Der Bericht sei falsch, die THAI plane nicht den Kauf neuer Maschinen. Das stehe nicht im Sanierungsplan, den die überschuldete Airline am 2. März beim zentralen Konkursgericht in Bangkok einreichen werde, sagte Chansin.

Bereits im November hatte die THAI 35 ihrer Flugzeuge zum Verkauf angeboten, um ihre 300 Milliarden Baht Schulden zu bewältigen und einen Sanierungsplan zu erstellen. Laut Chansin hat die Fluggesellschaft alte Flugzeuge, die hohe Wartungskosten und eine niedrige Treibstoffeffizienz aufweisen, stillgelegt. „In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen seine Flotte verkleinern und die Wartungskosten auf das notwendige Maß reduzieren sowie neue Einnahmequellen finden und die Effizienz der Verwaltung entsprechend der aktuellen Marktnachfrage steigern“, unterstrich der Präsident.

Wenn die Nachfrage nach Flugreisen wieder steige, werde die THAI die Markttrends untersuchen und eine kosteneffiziente Option für die Beschaffung weiterer Flugzeuge ermitteln. Chansin fügte hinzu, dass Unternehmen werde sicherstellen, dass es seinen Wettbewerbsvorteil in der Branche nicht verliere.

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Roman Knöpfel 26.02.21 00:13
@ Rudolf
Die Thai hat eine äusserst seriös und gut gewartete Flotte. Sie hat aber natürlich Sparpotential in der Wartung. Eine eigene Flugzeugwartung zu unterhalten ist eine sehr kostspielige Angelegenheit und genau das hat Thai in den letzten Jahren aufgebaut. Nur lohnt sich eine solche Wartungslinie nur, wenn man genügend eigen Jets hat, die die Linie füllt, oder man kann Fremdkunden anlocken. Corona bedingt haben die Jets zuwenige Start und Landungen um die gewohnten (Flugstunden abhängigen) Wartungen durchzuführen. Zudem darf man bei der technischen Wartung nicht sparen, da die Wartungsschritte detailliert vorgeschrieben sind. Also bleiben noch Sparmöglichkeiiten bei der Innenausstattung ( Polsterreinigung, allgem. Kabinenreinigung, Reparatur der Kunststoffverkleidungen die man batchen oder neu beziehen kann usw). Es ist jetzt an der Geschäftsleitung zu entscheiden, ob auch am Kundenerlebnis (Zustand der Kabine) und wenn, wie weit gespart werden kann. Die Flugtüchtigkeit der Flotte ist und bleibt jederzeit erhalten.
Klaus Roeper 26.02.21 00:10
Gut so vorerst.
Ich glaube das hätte ziemlich Ärger und Proteste ausgelöst.
Thai war eine Superairline mit Klasseservice.
An den Crews hats mit Sicherheit nicht gelegen.
Echt schade darum.
Egon Seefeldt 26.02.21 00:07
Thai Airways
@R. Lippert
Fluggesellschaften haben alle ihren einheitlichen Wartungsplan. Vom Hersteller. Notwendiges Maß bedeutet nicht, vorgeschriebene Intervalle und Überprüfungen in Eigenregie zu ändern. Mehr Wartung, ist jedoch immer erlaubt.
Natürlich gibt es auch schwarze Schafe. Darunter würde ich die ThaiAirway, aus Sicht meiner vorhandenen Flugkenntnisse, mit Sicherheit nicht zählen.


Emirates 2017: Rechte Tragfläche, linker Spoiler beim Rollen und im Steigflug, selbständiger, halber Ausschlag, lautes Hydraulikgeräusch, wie bei Ölmangel.
Überheblicher Augenaufschlag des Kabinenbegleiters, kein Kommentar.
Bei Beginn der Landung, ebenfalls die gleichen Anzeichen. Offensichtlich Spoiler wieder zugeschaltet. Dienen zur unterstützten Rollbewegung. Machte mir keine Sorgen. Maschine war ca. 60% besetzt. Lässt sich weg trimmen... Doch mit diesem Fehler darf überhaupt nicht gestartet werden. 4 Wochen später erfahren, Ölschlauch defekt… So viel zu Emirates.
Urs Widmer 25.02.21 15:52
Zu hoffen ist, dass am 2. März endlich eine klare Strategie vorgelegt wird. Wartungskosten sparen gehört aber eher nicht dazu und wird kein Vertrauen bilden. Bisher konnte man sich z.B. bezüglich Rückerstattungen von unzähligen nicht erbrachten Ticketleistungen unter dem Schutzmantel des Konkursverfahrens verstecken. Damit sollte nun Schluss sein, auch wenn dies schmerzt.
Rüdiger 25.02.21 14:37
Es war einmal.
Wettbewerbsvorteil in der Branche? Ist doch schon lange her.