Thai-Marine startet Großeinsatz im Süden

HTMS Chakri Naruebet unterstützt Flutopfer im Süden Thailands

Die HTMS Chakri Naruebet läuft von Sattahip aus, um Flutopfer im Süden Thailands zu versorgen. Foto: The Nation
Die HTMS Chakri Naruebet läuft von Sattahip aus, um Flutopfer im Süden Thailands zu versorgen. Foto: The Nation

SATTAHIP/SONGKHLA: Die Königlich Thailändische Marine hat zur Unterstützung der von schweren Überschwemmungen betroffenen Provinzen im tiefen Süden des Lands umfangreiche Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Nach Angaben von Konteradmiral Parach Ratanachaiyapan, Sprecher der Marine, wurden hierfür den Flugdeckkreuzer HTMS Chakri Naruebet, mehrere Luftfahrzeuge sowie Spezialeinsatzkräfte mobilisiert.

Die HTMS Chakri Naruebet soll laut einem Bericht von „The Nation“ heute (25. November 2025) vom Marinestützpunkt Sattahip auslaufen. An Bord befinden sich zwei Hubschrauber, Marineoffiziere, medizinische Teams, eine Feldkücheneinheit, Rettungsausrüstung sowie Hilfsgüter und Lebensmittel einschließlich Trinkwasser. Das Schiff kann als schwimmende Basis für Hubschrauber und Drohnen dienen. Zudem ist es mit einer mobilen Küche ausgestattet, die täglich rund 3.000 warme Mahlzeiten zubereiten kann, die per Lufttransport in betroffene Gebiete gebracht werden. Bei Bedarf können Teile des Schiffs in ein schwimmendes Krankenhaus umfunktioniert werden.

Spezialkräfte mit 14 Booten im Einsatz

Für den Fall einer weiteren Verschärfung der Lage stehen zudem die Schiffe HTMS Chang und HTMS Angthong als zweite Unterstützungswelle bereit. Darüber hinaus entsandte die Marine aufgrund der Dringlichkeit Spezialeinheiten des Naval Special Warfare Command. Diese sind mit insgesamt 14 Schlauchbooten ausgerüstet und sollen Bewohner aus überfluteten Gebieten mit starker Strömung evakuieren. Der Transport der Einheiten in den Süden erfolgt noch heute mit einem Transportflugzeug der Luftwaffe. Die Marine bekräftigte, dass sie ihren Einsatz mit voller Kapazität fortsetzen und die Bevölkerung unterstützen werde, bis sich die Lage spürbar verbessert hat.

Verteidigungsminister besucht Flutgebiet

Unterdessen reiste Verteidigungsminister General Natthaphon Narkphanit am Dienstag in den Bezirk Hat Yai in der Provinz Songkhla, um sich ein Bild von der Hochwassersituation zu machen. Geplant ist zudem ein Besuch des Katastrophenschutzzentrums der thailändischen Streitkräfte auf dem Stützpunkt Wing 56 im Bezirk Khlong Hoi Khong, wo er die Lage sowie die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden, Militär, Polizei und freiwilligen Helfern begutachten will. Von dort aus wird der Minister auch per Videokonferenz an der Kabinettssitzung teilnehmen, um der Regierung aktuelle Lageberichte aus dem Krisengebiet zu übermitteln.

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