Thai AirAsia streicht Flüge wegen Ölkrise

Hohe Kerosinpreise zwingen Airlines zu Einschnitten

Die gestiegenen Kerosinpreise infolge globaler Energiekrisen zwingen Airlines wie Thai AirAsia zu Anpassungen im Flugplan. Foto: epa/Narong Sangnak
Die gestiegenen Kerosinpreise infolge globaler Energiekrisen zwingen Airlines wie Thai AirAsia zu Anpassungen im Flugplan. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die thailändische Luftfahrtbranche reagiert zunehmend auf die Auswirkungen der verschärften Ölkrise. Die Fluggesellschaften Thai AirAsia und Thai AirAsia X haben angekündigt, im Sommerflugplan 2026 mehrere nationale und internationale Verbindungen vorübergehend auszusetzen.

Hintergrund sind deutlich gestiegene Treibstoffkosten, die den operativen Betrieb erheblich belasten.

Thai AirAsia streicht fünf Strecken

Nach Angaben der Airlines betreffen die Maßnahmen bei Thai AirAsia unter anderem die Inlandsstrecke zwischen Bangkok-Suvarnabhumi und Narathiwat (21. April bis 24. Oktober 2026) sowie internationale Verbindungen von Don Mueang nach Xi’an (11. Mai bis 23. Oktober 2026) und von Hongkong nach Okinawa (7. Mai bis 24. Oktober 2026). Ebenfalls ausgesetzt werden Flüge von Phuket nach Chennai (13. April bis 24. Oktober 2026) sowie nach Kochi (17. April bis 23. Oktober 2026), wobei einzelne Rotationen auf dieser Strecke bereits ab dem 18. April 2026 entfallen.

Thai AirAsia X streicht zwei Strecken

Bei Thai AirAsia X sind die Verbindungen von Don Mueang nach Shanghai (17. April bis 24. Oktober 2026) sowie nach Riad (14. April bis 30. Mai 2026) von den Anpassungen betroffen.

Kunden werden über Änderungen informiert

Die Fluggesellschaft verweist auf ihrer offiziellen Informationsseite darauf, dass betroffene Passagiere per E-Mail und SMS über Flugstreichungen und Änderungen im Flugplan informiert werden. Kunden können demnach zwischen Umbuchungen oder der Gutschrift des Ticketwerts wählen.

Kerosinpreise steigen weltweit deutlich

Auslöser der Entwicklung sind die weltweit gestiegenen Energiepreise infolge des Konfliktes im Nahen Osten. Der Preis für Flugturbinenkraftstoff (Jet A-1) hat sich seit Beginn des Konflikts deutlich erhöht und liegt derzeit bei über 140 US-Dollar pro Barrel, nachdem er zuvor bei rund 80 US-Dollar lag. Treibstoffkosten machten bereits zuvor etwa 30 Prozent der Betriebskosten pro Flug aus und gewinnen nun weiter an Gewicht.

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