Staatsbank sollte Leitzins noch einmal senken

Immer mehr ausländische Touristen beklagen die starke Baht-Währung. Der niedrige Wechselkurs macht vielen einen Strich durch die Urlaubsplanung. Foto: epa/Diego Azubel
Immer mehr ausländische Touristen beklagen die starke Baht-Währung. Der niedrige Wechselkurs macht vielen einen Strich durch die Urlaubsplanung. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Der thailändische Baht ist nach wie vor die Währung mit der besten Wertentwicklung in Asien. Die thailändische Währung hat ein 6-Jahres-Hoch gegenüber dem US-Dollar erreicht und ist in diesem Jahr gegenüber der US-Währung um 8 Prozent gestiegen.

Doch der starke Baht wirkt sich auf die Wirtschaft aus, reduziert die Exporte und hemmt das touristische Wachstum. Volkswirte stellen fest, dass Thailands solide wirtschaftliche Fundamente und Stabilität, der Leistungsbilanzüberschuss und die hohen Währungsreserven zusammen Gründe dafür sind, dass der Baht für Investoren und Währungsspekulanten so attraktiv ist.

Im Juli 2019 senkte die Staatsbank die Obergrenze für den ausstehenden Saldo gebietsfremder Konten um ein Drittel und reduzierte das Angebot an Drei- und Sechsmonatsanleihen bei Auktionen im Juli und August. Die Zentralbank hat auch Pläne angekündigt, die Beschränkungen für Auslandsinvestitionen von thailändischen Anlegern weiter zu lockern, was die Währungsaufwertung eindämmen könnte. Dann senkte die Staatsbank im August 2019 den Leitzins um 25 Basispunkte von 1,75 auf 1,5 Prozent.

Die große Menge an Devisenreserven (39,9 Prozent des thailändischen Bruttosozialprodukts) könnte Thailand auf die US-Beobachtungsliste für Währungsmanipulatoren setzen. Insgesamt ist ein mutiges Eingreifen der Zentralbank trotz der aktuellen Herausforderungen jedoch unwahrscheinlich. Ökonomen sagen, dass es zumindest kurz- bis mittelfristig effektiv sein könnte, die Mittelzuflüsse aus Offshore-Fonds, die derzeit eine rasche Aufwertung des Baht bewirken, zu zähmen. Sie warnen jedoch davor, dass Kapitalkontrollen auch langfristige nachteilige Folgen haben, weil sie die wirtschaftliche Glaubwürdigkeit und die Finanzmärkte des Landes beeinträchtigen.

Die am meisten nachgefragte Maßnahme des thailändischen Unternehmenssektors besteht darin, dass die Staatsbank den Leitzins erneut senkt, schreibt „The Thaiger“ weiter. Eine verbreitete Überzeugung ist, dass weitere Zinssenkungen den thailändischen Baht für ausländische Investoren weniger attraktiv machen und den Druck auf den Baht verringern würden. Die Zentralbank Thailands sollte unter dem Strich keine billige Exportverkaufsstrategie subventionieren. Denn Wechselkursschwankungen sind für eine im Umlauf befindliche internationale Währung eine moderne Tatsache.

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Oliver Harms 10.09.19 10:53
dank der Streitkräfte,
ist das land so stabil geworden,dass es für ausländische geldkraken interessant geworden ist.
traurig,da versuchen die Offiziere ihr land entlich erfolgreich aus dem desaster der rothemden
korruption zuführen und schon kommen die internationalen finanzmafiosies aus ihren löchern gekrochen und machen alles wieder zu nichte.und wer ist am schlimmsten betroffen?die,die so wie so so gut wie nichts besitzen.

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