UDON THANI: Die Polizei hat eine Gruppe von Jugendlichen festgenommen, die während der Songkran-Feierlichkeiten eine Studentin durch einen Flaschenwurf schwer verletzt haben. Die 21-jährige Frau erlitt bei dem Vorfall am 15. April 2026 Brüche im Gesicht sowie schwere Kopfverletzungen. Die Tatverdächtigen gaben an, von einer lokalen Gruppe provoziert worden zu sein.
Die Tat ereignete sich an der Tawan Dang-Kreuzung, als die Studentin dort Puder verkaufte. Laut The Nation Thailand flogen während einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen mehrere Bierflaschen, wovon eine das Opfer unglücklich im Gesicht traf. Die Polizei wertete Überwachungskameras aus, um die Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 27 Jahren zu identifizieren.
Eskalation am Feiertag
Die Ermittlungen ergaben, dass die Angreifer mit zwei Pick-ups aus einem Vorort angereist waren, um in der Innenstadt zu feiern. Nach einer verbalen Konfrontation mit einer ortsansässigen Gruppe eskalierte die Situation in einer Schlägerei auf offener Straße. Zwei der Festgenommenen gestanden, die Flaschen in Richtung eines Zeltes geworfen zu haben.
Der Gouverneur von Udon Thani besuchte das Opfer im Krankenhaus und sicherte Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu. Die Polizei betonte, dass Gewalt bei öffentlichen Festen streng geahndet wird. Gegen die Haupttäter wurde Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erstattet, während die anderen Mitglieder der Gruppe wegen Beteiligung an einer Schlägerei belangt werden.
Strenge Kontrollen gefordert
Bereits in den Vorjahren kam es während des thailändischen Neujahrsfestes landesweit immer wieder zu ähnlichen Gewalttaten unter Jugendlichen. Die Behörden versuchen seit langem, durch strengere Alkoholkontrollen und erhöhte Polizeipräsenz an Brennpunkten gegenzusteuern. Dennoch bleibt die Sicherheit bei Massenveranstaltungen eine Herausforderung für die lokalen Sicherheitskräfte.
Die Ermittler suchen derzeit noch nach einem weiteren Beteiligten, der namentlich bekannt ist, sich aber bisher der Verhaftung entzogen hat. Das Opfer befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung, während die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift vorbereitet.