Raketenstarts nur mit Genehmigung

Raketenfeste müssen vorab mit Flughäfen abgestimmt werden

Während der Bun-Bang-Fai-Feste steigen in mehreren Provinzen Nordostthailands jedes Jahr tausende selbstgebaute Raketen in den Himmel. Archivbild: epa/David Longstreath
Während der Bun-Bang-Fai-Feste steigen in mehreren Provinzen Nordostthailands jedes Jahr tausende selbstgebaute Raketen in den Himmel. Archivbild: epa/David Longstreath

UBON RATCHATHANI: Der Flughafen Ubon Ratchathani hat die Organisatoren der traditionellen Bun-Bang-Fai-Raketenfeste aufgefordert, geplante Starts mindestens sieben bis 15 Tage im Voraus anzumelden. Hintergrund seien zunehmende Sicherheitsbedenken im Luftverkehr.

Die jährlich in den Monaten Mai und Juni stattfindenden Raketenfeste werden vor allem in den Provinzen Ubon Ratchathani, Yasothon, Sisaket und Amnat Charoen veranstaltet. Nach Angaben der Behörden hätten sich die Risiken in den vergangenen Jahren erhöht, da moderne selbstgebaute Raketen inzwischen Flughöhen erreichen könnten, in denen sich auch Verkehrsflugzeuge bewegen.

Mehr als 1.220 Raketen beantragt

Wanna Kraikamon, kommissarische Direktorin des Flughafens Ubon Ratchathani, erklärte, dass in diesem Jahr bereits Genehmigungen für mehr als 1.220 Raketen beantragt worden seien. Davon seien bislang 166 Raketen gestartet worden. Durch eine frühzeitige Anmeldung könne der Flughafen den Flugbetrieb besser koordinieren und Risiken für Flugzeuge während Start und Landung reduzieren. Gleichzeitig warnte sie davor, Raketen abzuschießen, die die zulässigen Höhenbegrenzungen für den Luftverkehr überschreiten.

Yasothon mit den meisten Anträgen

Im vergangenen Jahr gingen nach Behördenangaben mehr als 4.500 Anträge für Raketenstarts ein. Die höchste Zahl verzeichnete die Provinz Yasothon mit mehr als 2.400 Anträgen, gefolgt von Sisaket mit über 1.100. In Ubon Ratchathani wurden mehr als 700 Starts registriert, in Amnat Charoen rund 170.

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Oliver Harms 13.05.26 18:50
Woher sollen die es wissen?
Keiner der Konstrukteure ist dazu in der Lage zu sagen wie hoch und wie lange diese Geschosse fliegen werden.
Wenn das bekannt sein würde,dann wäre ja der Anreiz für die teilweise astronomisch hohen Wetteinsätze auf Höhe und Weite nicht mehr gegeben und die Feste uninteressant für die Leute.
Roman Knöpfel 07.05.26 14:00
Ich hab
vor Jahren bei uns im Dorf zugeschaut, was da als Treibstoff in so ein Rohr gestopft wird. In Benzin getränktes Schwarzpulver! Da die Raketenbauer auch noch eine brennende Kippe im Mund haben, wundert mich nur, dass nicht mehr Unfälle schon beim. präparieren der Geschosse passieren.
Michel Maillet 07.05.26 13:40
Mir
dünkt, dass einige Fehlzündungen, Explosionen und Fehlgeleitete zwecks Unterhaltung erwartet werden, ähnlich einem "demolition derby"?
Laddawan Sukkon 07.05.26 13:10
Erklärt das einmal ....
... meinen lieben Landsleuten in Kalasin und Yasothon; den Hochburgen des jährlich wiederholenden Raketismuswahn. Richtig ist, dass solche Marschkörper; meist aus normalen blauen Wasserrohren gebaut, mit ihren Pulververbrennungsantrieben die nötigen Impfkristalle setzen könnten für die "Regenmacherei".

Da aber weniger geschultes Expertenpersonal sich jährlich an dieser Pyromanie beteiligt, gelingt es leider fast jedes Jahr, schwerverletzte Verbrennungsopfer zu beklagen.

Ob da die ganzen Yodsaks und Somchais sieben bis 15 Tage zuvor eine Raketenstarterlaubnis einholen .... wir werden ja sehen. Sicher füllt es die Kassen der KMU in den entsprechenden Städtchen und Dörfer und das Ganze geht unter dem Deckmantel "Sanuk" gefällig mit Volksfestcharakter ab.

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