Rakete trifft Haus in Isaan

Fehlstart bei Fest verletzt niemanden

Eine traditionelle Isaan-Rakete ist auf das Dach eines Wohnhauses gestürzt und hat sichtbare Schäden hinterlassen. Foto: Der Farang (ai)
Eine traditionelle Isaan-Rakete ist auf das Dach eines Wohnhauses gestürzt und hat sichtbare Schäden hinterlassen. Foto: Der Farang (ai)

YASOTHON: Bei einem Raketenfest in einem Dorf der nordostthailändischen Provinz Yasothon ist eine selbstgebaute Rakete in ein Wohnhaus gestürzt. Die Bewohner blieben unverletzt. Am Gebäude entstand Sachschaden. Die Betroffene fordert nun strengere Sicherheitsregeln für Raketenstarts in Wohngebieten.

Die Bewohnerin Wilaiwan erlebte am Mittwochnachmittag einen Schreckmoment, als eine selbstgebaute Rakete auf ihr Haus im Dorf Ban Tha Kho im Unterbezirk Khum Ngoen niederging. Die sogenannte Bang Fai war im Rahmen eines lokalen Raketenfests gestartet worden und stürzte nach kurzer Flugbahn auf das Wohngebäude. Zum Zeitpunkt des Einschlags befand sich niemand in den betroffenen Räumen, weshalb es trotz herabfallender Trümmer keine Verletzten gab.

Im Haus und am Dach entstanden jedoch sichtbare Schäden, über deren Umfang derzeit noch keine offiziellen Angaben vorliegen, berichteten thailändische Medien wie Khaosod English. Die Hauseigentümerin schilderte, dass in der Umgebung bereits seit zwei Tagen außerhalb der eigentlichen Saison Raketen zu Festzwecken gestartet worden waren. Sie kritisierte, dass Starts so nahe an Wohnhäusern genehmigt wurden und forderte eine sorgfältige Prüfung der Verantwortlichkeiten.

Mehr Sicherheit bei Raketenfesten

Nach dem Vorfall kündigten die Behörden in Yasothon an, die Umstände des Raketenstarts zu untersuchen. Im Fokus stehen dabei Abschussort, Sicherheitsabstände und die Frage, ob Auflagen missachtet wurden. Die Gemeinde will zudem mit Dorfältesten und Organisatoren beraten, wie private Raketenstarts künftig sicherer gestaltet werden können.

Die Betroffene betonte in Interviews, die Folgen wären verheerend gewesen, wenn sich Familienmitglieder im getroffenen Zimmer aufgehalten hätten. Sie wünscht sich klare Regeln, die Starts in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern untersagen. Auch eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über Risiken und haftungsrechtliche Konsequenzen steht für sie auf der Wunschliste.

Tradition mit Risiko

Das Raketenfest Bun Bang Fai hat im Isaan eine lange Tradition und wird normalerweise zwischen Mai und Juni gefeiert, um die Götter um Regen für die kommende Saison zu bitten. Besonders Yasothon ist für große und spektakuläre Raketenwettbewerbe bekannt, bei denen Eigenbau-Raketen mit mehreren Metern Länge in den Himmel geschossen werden. Viele Besucher reisen eigens an, um die Starts und Umzüge zu verfolgen.

Mit den imposanten Raketen gehen jedoch seit Jahren wiederkehrende Unfälle einher. In den vergangenen Jahren sorgten Vorfälle wie Explosionen auf Startrampen, Brände nach Fehlstarts und Einschläge in Gebäude immer wieder für Schlagzeilen. In Einzelfällen wurden dabei zahlreiche Menschen verletzt, außerdem kam es zu Bränden von Fahrzeugen und Feldern, die durch Funkenflug oder abstürzende Raketen ausgelöst wurden.

Strengere Regeln nahe Flughäfen

Die thailändischen Luftfahrt- und Regionalbehörden haben als Reaktion auf Zwischenfälle den rechtlichen Rahmen nach und nach verschärft. Raketenstarts in der Nähe von Flughäfen sind in vielen Regionen ausdrücklich untersagt oder nur unter strengen Auflagen erlaubt. Für die Raketenfest-Saison gelten zeitlich begrenzte Sperrzonen und Meldepflichten, um Kollisionen mit dem Luftverkehr zu verhindern.

Außerhalb der offiziellen Festzeit, wie im aktuellen Fall in Yasothon, sind Raketenstarts besonders stark reglementiert und häufig nur mit speziellen Genehmigungen möglich. Gemeinden und Veranstalter müssen Sicherheitsabstände einhalten, geeignete Startvorrichtungen nutzen und Notfallmaßnahmen bereithalten. Kritiker sehen dennoch Vollzugsdefizite, da kleinere Dorffeste nicht immer konsequent überwacht werden.

Am Ende könnte der aktuelle Vorfall den Druck auf Behörden und Organisatoren erhöhen, Sicherheitskonzepte bei Raketenfesten nochmals zu überarbeiten. Für die Bewohner von Ban Tha Kho bleibt die Hoffnung, dass künftige Feiern weniger improvisiert ablaufen – und dass Schäden wie an Wilaiwans Haus künftig durch klarere Regeln und Kontrollen verhindert werden.

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Michael Meier 19.04.26 14:30
2 Wellbleche für 300 ฿
und als wäre nix passiert.
Derk Mielig 19.04.26 13:40
@ Thomas Kaercher
Immer vorausgesetzt, ein Verursacher wird rechtskräftig ermittelt und der hat dann auch genug Geld, um irgendetwas zu bezahlen.
Mich wundert sowieso schon lange, dass da nicht mehr passiert.
Wolfgang Eysholdt 19.04.26 10:00
Norbert Schettler 19.04.26 06:40
Der Dachstuhl ist hier fast immer aus Stahl und egal wie gut der ist, er kann rosten.
Norbert Schettler 19.04.26 06:40
Thomas Kaercher
Sind Sie sicher, das dieses Material, womit das Dach gedeckt ist, rosten kann?
Thomas Kaercher 18.04.26 23:50
Da sollte der Eigentümer...
...sich eigentlich mal bei den Verantwortlichen bedanken ! Denn jetzt bekommt Dieser, das wohl schon an einigen Stellen fast durchgerostete Dach neu gedeckt ! Da die Bewohner nicht im Haus waren, befanden sich diese (wie im Dorf so üblich) evtl. auf der Raketen Veranstaltung und haben dem "Sanook" gefrönt !? 555 TiT

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