Plan zur Öffnung Thailands für Ausländer

Plan zur Öffnung Thailands für Touristen. Foto: The Thaiger
Plan zur Öffnung Thailands für Touristen. Foto: The Thaiger

BANGKOK: Bei Öffnung der Grenzen für ausländische Touristen aus Ländern mit geringem Risiko sollen diese keine 14-tägige Quarantänezeit durchlaufen. Einzelheiten des Plans will das Staatliche Centre of Covid-19 Situation Administration Ende der Woche mitteilen.

Zu den Ländern, die zu diesem Zeitpunkt als „risikoarm" gelten, gehören Taiwan, Hongkong und Vietnam. Touristen würden über eine Smartphone-Anwendung verfolgt, um sicherzustellen, dass sie in ihrer „Reise-Blase" bleiben. Nur 1.000 Menschen sollen pro Tag einreisen, was einem Äquivalent von drei bis fünf Flugzeugladungen entspricht. Laut der „Bangkok Post“ sollen zunächst Ausländer in das Land gelassen werden, die aus geschäftlichen Gründen einreisen oder sich medizinisch behandeln lassen wollen. Covid-19-Screeningtests werden sowohl vor der Ausreise als auch bei der Ankunft in Thailand erforderlich sein.

Dieser Plan ist auf Kritik gestoßen, da Thais, die aus Übersee nach Hause zurückkehren, immer noch mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen müssen, Der Unterschied besteht darin, dass die Thais aus Ländern kommen, von denen viele immer noch einem hohen Risiko ausgesetzt sind. In den letzten Wochen sind bestätigte infizierte Thailänder aus Ländern des Nahen Ostens und den USA zurückgekehrt. Touristen hingegen sollen nur aus Ländern mit einer guten Covid-19-Bilanz ins Land gelassen werden.

Mit „Reise-Blasen" werden sorgfältig Länder ausgewählt mit wenigen neuen Fällen über einen längeren Zeitraum. Wenn das Blasensystem funktioniert, werden die für den Tourismus Verantwortlichen das System in Zukunft für einen Anstieg der Touristenankünfte nutzen, in der Hoffnung, dass es die Erholung der Wirtschaft nach dem harten Einbruch des Tourismus im März, April und Mai beschleunigen wird.

Sicherheitsbeamten sind jedoch nach wie vor besorgt darüber, dass sich das Land zu früh für Ausländer öffnet und dass dies zu einer neuen Welle von lokalen Übertragungen führen könnte. Sie sagen auch, dass die Privilegierung dieser speziellen Ausländer bei gleichzeitiger Verhängung der 14-tägigen Quarantäne für repatriierte Thailänder wahrscheinlich weitere negative Reaktionen der Thais auslösen wird.

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TheO Swisshai 17.06.20 07:07
@Thomas MONSCH / Fair oder unfair ?
Sie finden es fair, dass man den Touristen den Vorrang vor den Farangs welche hier leben gibt ? Da haben Sie und ich wohl eine ganz andere Vorstellung von fair.
Thomas MONSCH 16.06.20 21:56
ZUERST SOLLEN DIE FARANGS KOMEN WELCHE HIER WOHNEN
Zuerst (evtl. als Test) sollte man DIE FARANGS reinlassen welche IHREN PERMANENTEN WOHNSITZ in Thailand haben, aber im Ausland gestrandet sind. Dies sind sicher keine 100 000. Das man den Touristen den Vorrang geben will VOR den Farangs welche hier Ihren Lebensmittelpunkt, Wohnsitz, Familie, Frau, Freundin, Kinder, Haus, ... haben, finde ich fair. Zudem könnte man gleich einen Testlauf machen und sehen wieviele Corona mitbringen und wieviele nicht. Mit einem Gesundheitszeugniss sollte dies bei 0 sein
Rüdiger 16.06.20 21:07
Hallo Benno!
Kleiner Fehler: 1.000 pro Tag! Macht am Ende Ihrer Rechnung dann 2.100.000. Die beheben dann schon das Touristenproblem!! Oder auch nicht!?? :-)
Rüdiger 16.06.20 21:07
Hallo Benno nochmal!
Haben's Recht!!! Nur bei der ersten Zahl eine Null vergessen. War der Korrekturteufel schneller als der Leser. Aber stimmt schon =210.000 Touristen sind der Reißer!
Benno Schönholzer 16.06.20 19:39
Rechnen wir doch mal: 100 pro Tag sollen rau gelassen werden x 30 = 30'000 pro Monat = 30'000 x 7 = 210'000 Touristen fuer das laufende Jahr 2020!! Die beheben fast schon alleine das thailändische Touristenproblem!! Oder doch nicht!??