PHAYAO: Der Doi Phu Nang Nationalpark in der thailändischen Provinz Phayao bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen, nachdem die Zahl der Brandherde im Park stark gestiegen ist. Laut der thailändischen Nationalparkbehörde (DNP) wurden zwischen dem 1. Oktober 2024 und dem 25. März 2025 insgesamt 557 Brandstellen entdeckt, was einen Anstieg von 38,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Die Schließung des Parks soll der Natur Zeit zur Regeneration geben und künftige Brände verhindern, die häufig von Dorfbewohnern verursacht werden, die Bäume anzünden, um Wildtiere zu jagen oder Pilze zu ernten.
Der Generaldirektor der DNP, Atthaphon Charoenchansa, erklärte, dass die Schließung es ermögliche, den Park zu schützen und den Wiederaufbau von Flora und Fauna zu fördern. Während dieser Zeit werden 97 Parkranger sowie 180 Freiwillige zur Brandbekämpfung im Park patrouillieren, wobei weder Touristen noch Dorfbewohner Zutritt haben dürfen.
Rechtsfolgen für Brandstifter
Atthaphon wies darauf hin, dass Personen, die beim Betreten des Parks erwischt werden oder Bäume anzünden, mit schweren Strafen rechnen müssen. Laut dem Nationalparkgesetz drohen bis zu 20 Jahre Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 2 Millionen Baht. Zudem können Zivilklagen eingereicht werden, wobei die Strafen je nach dem Wert der zerstörten Waldressourcen bis zu 120.000 Baht pro Rai betragen können.
Seit Beginn der Brände im letzten Oktober hat die DNP bereits rechtliche Schritte gegen 21 Personen eingeleitet, die verdächtigt werden, in den Nationalparks Brände gelegt zu haben. Die Schäden umfassen eine Fläche von mehr als 2.772 Rai (circa 4,4 Quadratkilometer).
Der Park und seine Bedeutung Der Doi Phu Nang Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 740 Quadratkilometern und umfasst die Bezirke Dok Khamtai, Pong und Chiang Muan. Das Gebirgsmassiv ist bekannt für seine üppigen Wälder und beherbergt eine Vielzahl von Tieren, darunter Weichschildkröten, Warane und Pfauen. Der Park stellt ein bedeutendes Naturerbe dar, das nun dringend geschützt werden muss.
Kampf gegen Waldbrände und illegale Aktivitäten
ie zunehmende Anzahl der Brandherde in der Region zeigt die Notwendigkeit intensiverer Maßnahmen zur Bekämpfung von illegalen Bränden und zum Schutz der wertvollen Ökosysteme. Die DNP setzt auf strengere Kontrollen und strafrechtliche Verfolgung, um die Umwelt zu bewahren und die illegalen Praktiken, die die Natur gefährden, zu unterbinden.
Die Schließung des Parks ist ein drastischer, aber notwendiger Schritt, um die Natur zu schützen und den Zustand des Doi Phu Nang Nationalparks wiederherzustellen. Die Bemühungen zur Prävention und Rehabilitation werden weiter verstärkt, da die Behörden auf die langfristige Stabilität und Erhaltung der Region setzen.