Nida-Umfrage: Casino-Streit spaltet Parteien

Anti-Casino-Protest in Bangkok. Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Anti-Casino-Protest in Bangkok. Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Fast die Hälfte der Befragten in der neuesten Umfrage des National Institute of Development Administration (Nida) geht davon aus, dass das umstrittene Entertainment-Complex-Gesetz scheitern würde, falls die Casino-Komponente aus dem Entwurf gestrichen wird.

Die zwischen dem 21. und 23. April 2025 durchgeführte Befragung ergab, dass 46 Prozent der Teilnehmer glauben, dass das Gesetz ohne den Casino-Teil abgelehnt werde, während 33 Prozent an eine Verabschiedung auch ohne diesen Bestandteil glauben. 19 Prozent äußerten die Ansicht, dass eine Streichung des Casino-Elements unmöglich sei. Zwei Prozent zeigten kein Interesse an dem Thema.

Insgesamt nahmen 1.310 Personen ab 18 Jahren aus unterschiedlichen Bildungs-, Berufs- und Einkommensgruppen landesweit an der Umfrage teil. Die Befragung erfolgte, nachdem die Regierung ihren Vorstoß, das Gesetz trotz massiven Widerstands verschiedener Interessengruppen durchs Parlament zu bringen, zurückgezogen hatte.

Für Aufsehen sorgte Chaichanok Chidchob, Generalsekretär der Bhumjaithai-Partei, als er während einer Parlamentssitzung öffentlich seine Ablehnung von Casinos bekundete, obwohl die Regierung das Thema bereits vertagt hatte.

Den Umfrageergebnissen zufolge unterstützten rund 35,8 Prozent der Befragten die Haltung Chaichanoks. Etwa 28 Prozent sahen seine Ablehnung als persönliche Meinung, 22 Prozent meinten, dass er sich am öffentlichen Stimmungsbild orientiere und letztlich der Parteilinie folgen werde. Weitere 29 Prozent bewerteten sein Verhalten als politisches Kalkül, um die Verhandlungsposition der Bhumjaithai-Partei zu stärken.

Unterdessen glauben 20 Prozent der Befragten, dass die regierende Pheu-Thai-Partei das Projekt eines Casino-Entertainment-Komplexes letztlich erfolgreich umsetzen wird. Rund 17 Prozent hielten eine Realisierung jedoch für unwahrscheinlich.

Etwa 16 Prozent sahen Chaichanoks Äußerungen als Indiz dafür, dass die Bhumjaithai-Partei das Gesetz nicht unterstütze. Bezüglich der Stabilität der Regierungskoalition äußerten sich die Teilnehmer ebenfalls skeptisch: 9 Prozent sahen ein mögliches Auseinanderbrechen der Koalition, 10,84 Prozent vermuteten interne Spannungen innerhalb der Bhumjaithai-Partei. Rund 7 Prozent hielten es für wahrscheinlich, dass Bhumjaithai aus der Regierung ausscheiden müsse, während 6 Prozent die Kursänderung der Partei als Fehler bewerteten. Fünf Prozent meinten, dass die Pheu-Thai-Partei letztlich nachgeben werde.

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