Aus für Playmobil-Produktion in Deutschland
ZIRNDORF: Die Playmobil-Produktion in Deutschland ist Geschichte: Eine Woche vor der offiziellen Schließung des Werks in Mittelfranken sind die verbliebenen Beschäftigten gegen Bezahlung freigestellt worden. «Die Produktion ruht», sagte ein Sprecher des Herstellers Horst Brandstätter Group. Die Produktion der international bekannten Playmobilfiguren soll aus Kostengründen in den Werken in Malta und Tschechien gebündelt werden.
Porsche-Aktionäre rechnen ab: «Ein Scherbenhaufen»
STUTTGART: Nach dem Krisenjahr 2025 haben die Porsche-Aktionäre mit der Führung des Sportwagenbauers abgerechnet. «Wir Aktionäre blicken heute auf Porsche und sehen einen Scherbenhaufen», sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka auf der virtuellen Hauptversammlung des Stuttgarter Unternehmens. Für Hendrik Schmidt vom Vermögensverwalter DWS hat die Porsche-Kapitalmarktstory mit einem starken Überholmanöver begonnen. Zwischenzeitlich sei die Aktie aber auf dem Standstreifen liegengeblieben.
EU genehmigt Millionen für Chip-Testsysteme aus München
BRÜSSEL/MÜNCHEN: Deutschland darf die QuantumDiamonds GmbH mit mehreren Millionen Euro beim Aufbau einer neuen Produktionsstätte für Halbleiter-Prüfgeräte in München unterstützen. Der Direktzuschuss von 76 Millionen Euro werde dazu beitragen, «die Position und Autonomie der EU in der Halbleiter-Wertschöpfungskette zu stärken», teilte die EU-Kommission mit. Das Münchner Start-up will mit einem neuen Testverfahren für Mikrochips auf dem Weltmarkt mitmischen.
Es werden mehr Pakete verschickt in Deutschland
BERLIN: Der Online-Handel treibt die Paketmenge in die Höhe. Wie der Logistikverband BPEX in Berlin mitteilte, stieg die Anzahl der in Deutschland verschickten Pakete im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf rund 3,8 Milliarden. 2024 hatte es ein Plus von drei Prozent gegeben. Das Marktsegment der Sendungen von Firmen an Firmen schwächelte im vergangenen Jahr, was an der mauen Konjunktur lag - das traf auch Kurier- und Expressdienste.
Jeder Fünfte kann sich keinen Urlaub leisten
WIESBADEN: Sommerurlaub ist für viele Menschen in Deutschland unbezahlbar: Wie 2024 lebte auch 2025 gut jede fünfte Person (21 Prozent) hierzulande in einem Haushalt, der sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnte. Insgesamt waren das 17,3 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Besonders häufig fehlt demnach Alleinerziehenden das Geld (39 Prozent).
Fast ein Drittel der Erwerbspersonen absehbar im Ruhestand
WIESBADEN: Mit dem absehbaren Renteneintritt der zahlenmäßig stärksten Jahrgänge der Babyboomer innerhalb der nächsten 15 Jahre wird sich eine erhebliche Lücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt auftun. Bis 2040 werden etwa 13,3 Millionen Erwerbspersonen das derzeit geltende gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben, wie das Statistische Bundesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilte.
Absatz von Elektroautos in EU steigt deutlich - Chinesen legen zu
BRÜSSEL: Elektro- und Hybridautos haben den Automarkt in der EU im Mai weiter angetrieben. Insgesamt wuchsen die Pkw-Neuzulassungen im Jahresvergleich um 3,2 Prozent auf 955.013 Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband Acea am in Brüssel mitteilte. Während der Absatz reiner Verbrennerfahrzeuge um rund ein Fünftel auf 210.383 Benzin- und 69.482 Dieselautos sank, legten vollelektrischer Batteriefahrzeuge (BEV) um rund 43 Prozent auf 203.417 Exemplare zu. Auch Hybridautos verkauften sich stärker.
Creditreform: So viele Firmenpleiten wie seit 2013 nicht
NEUSS/FRANKFURT: Die Dauerkrise der deutschen Wirtschaft treibt eine wachsende Zahl von Firmen in die Pleite. 12.900 Unternehmen werden nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform bis zum Ende des ersten Halbjahres Insolvenz angemeldet haben. Das wären fast acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Stand seit den ersten sechs Monaten 2013 mit damals 13.310 Fällen, teilte die Auskunftei mit.
EU-Abgeordnete wollen digitalen Euro
BRÜSSEL: Der digitale Euro hat eine wichtige Hürde in Brüssel genommen. Wirtschafts- und Währungspolitiker des Europaparlaments sprachen sich klar für die Einführung einer elektronischen Form der Gemeinschaftswährung aus. So stimmten 43 Abgeordnete bei einer Abstimmung im Wirtschafts- und Währungsausschuss dafür, 14 Parlamentarier votierten dagegen. Dazu gab es eine Enthaltung, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1392 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1392 (Montag: 1,1456) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8778 (0,8729) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86200 (0,86468) britische Pfund, 184,02 (185,33) japanische Yen und 0,9225 (0,9257) Schweizer Franken fest.
Iran: Cyberangriff auf staatliche Banken legt Kartendienste lahm
TEHERAN: Im Iran sind erneut staatliche Banken attackiert worden. Landesweit werden Berichten zufolge die Kartendienste abgeschaltet.
Nach einem erneuten Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken im Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört. Medienberichten zufolge mussten die drei betroffenen Banken - Melli, Saderat und Tejarat - vorübergehend landesweit die Kartendienste ihrer Kunden abschalten, wodurch etwa Online-Zahlungen nicht möglich sind. So sollen unbefugte Zugriffe unterbunden und die Sicherheit der Vermögenswerte der Kunden gewährleistet werden, erklärte die IT-Abteilung des Banken-Koordinationsrats laut Nachrichtenportal «Shargh».
Experten arbeiten derzeit demnach an der Behebung der Störungen, um den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen. Genauere Informationen konnte der Banken-Koordinationsrat jedoch nicht geben. Private Banken im Land sind von den Angriffen nicht betroffen.
Bereits Mitte Juni hatte ein Cyberangriff vier große staatliche Banken gestört, Online-Zahlungen und mehrere Geldautomaten in der Hauptstadt Teheran fielen aus. Eine iranische Hackergruppe hatte die Angriffe zuvor im Internet angekündigt. «Ein stiller Krieg entfaltet sich und Iran steht unter Cyberangriff», erklärte die Gruppe Black Wolves auf ihrem Telegram-Kanal. Bereits 2022 war es während der Frauenproteste zu einem massiven Angriff auf die iranische Zentralbank gekommen. Auch die Überwachungskameras des berüchtigten Ewin-Gefängnisses in Teheran wurden damals gehackt. Veröffentlichtes Bildmaterial zeigte gewalttätige Übergriffe von Wachpersonal auf politische Gefangene. Die Hackerangriffe gelten als Form des digitalen Protests gegen das islamische System im Iran.