Neues aus der Wirtschaft am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1467 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1467 (Donnerstag: 1,1461) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8720 (0,8725) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86653 (0,86638) britische Pfund, 184,88 (184,44) japanische Yen und 0,9248 (0,9218) Schweizer Franken fest.


Neuheit im Onlinehandel: Ein Klick für den Widerruf

BERLIN: Wer im Internet einen Vertrag schließt, erledigt das meist mit einem einzigen Klick. Ihn wieder aufzulösen, gleicht dagegen im Alltag oft einer digitalen Schnitzeljagd nach Mailadressen oder versteckten Formularen. Damit ist jetzt Schluss, denn von sofort an wird der «Widerrufsbutton» auf Webseiten und in Apps zur Pflicht. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers: Ein Online-Widerruf muss künftig genauso schnell und unkompliziert möglich sein wie der Kauf selbst.


Erneut Warnstreiks im Handel - 31 Ikea-Filialen betroffen

BERLIN: Tausende Beschäftigte im Handel haben in der laufenden Tarifrunde erneut ihre Arbeit niedergelegt. Im Mittelpunkt der bundesweiten Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, stand diesmal die Möbelhauskette Ikea. 31 Einrichtungshäuser seien «in unterschiedlicher Stärke im Arbeitskampf», teilte Verdi mit. Insgesamt beteiligten sich der Gewerkschaft zufolge mehr als 8.000 Handelsbeschäftigte an den Warnstreiks.


Rheinmetall-Chef ist für Verbot von KI-Waffeneinsatz

VILLEPINTE: Angesichts des rasanten technischen Fortschritts in der Rüstungsbranche hat Rheinmetall-Chef Armin Papperger globale Regeln angemahnt, damit künftig weiterhin Menschen über die Schussabgabe in Kriegen entscheiden und keine Maschinen mit KI. «Technologisch wird in den nächsten zehn Jahren sehr viel möglich sein», sagte der Manager. Man müsse Regeln vorschreiben, ähnlich wie bei Atomwaffen - «wo man eben sagt, hier sind die Grenzen». «Das kann kein Unternehmen oder Individuum festlegen, sondern das muss man über einen Ethikrat oder über eine UN-Resolution machen.»


Ölpreise steigen wieder - Keine USA-Iran-Gespräche

LONDON: Die Ölpreise legen nach dem jüngsten Rückgang wieder zu. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August lag am Morgen bei 80,47 US-Dollar und damit 0,8 Prozent höher als am Vortag. Am Vortag war der Preis für Nordseeöl zeitweise unter 77 Dollar gefallen. Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges ist inzwischen wieder unklar, wie es weitergeht.


US-Untersuchung wegen deutscher Arzneipreise - Zölle drohen

WASHINGTON: Die US-Regierung hat eine Untersuchung wegen mutmaßlich unfairer Arzneimittelpreise in Deutschland aufgenommen. Dabei gehe es um die Frage, ob US-amerikanische Patienten einen unverhältnismäßig großen Anteil der Kosten für Forschung und Entwicklung schultern, teilte das Büro des Handelsbeauftragten Jamieson Greer mit. Er beruft sich auf ein Handelsgesetz von 1974, das je nach Ausgang Zölle rechtfertigen könnte.


Schaeffler baut Kampfdrohnen mit französischem Partner

HERZOGENAURACH: Das bisher vor allem für die Autoindustrie tätige Zulieferunternehmen Schaeffler will gemeinsam mit einem französischen Partner von November an täglich 100 Kampf- und Abfangdrohnen herstellen. Die Drohnen sollen in einem Werk des französischen Partners Delair in Frankreich produziert werden, teilte Schaeffler in Herzogenaurach mit.


Bund und KfW verlängern beliebte Neubauförderung

BERLIN: Um den Wohnungsbau anzukurbeln, verlängern der Bund und die Förderbank KfW die beliebte EH-55-Neubauförderung. Sie könne weiter beantragt werden, bis die Fördermittel komplett ausgeschöpft seien - maximal jedoch bis Jahresende, teilten das Bundesbauministerium und die KfW mit. Die Bundesregierung hatte die Förderung für Gebäude, die 55 Prozent des Energiebedarfs eines Standardhauses verbrauchen, im Dezember reaktiviert.


Hubertz will Baukosten senken: Anträge ab 2028 nur digital

FRANKFURT/MAIN: Digitale Bauanträge, gebündelte Förderprogramme, schnellere Verfahren: Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will mit einem 13-Punkte-Plan die hohen Baukosten dämpfen und den Wohnungsmangel in Deutschland bekämpfen. Hohe Kosten seien einer der Hauptgründe, warum in Deutschland zu wenig gebaut werde, heißt es in dem Aktionsplan.

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