Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1591 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1591 (Dienstag: 1,1594) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8627 (0,8625) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86463 (0,86471) britische Pfund, 185,82 (185,94) japanische Yen und 0,9193 (0,9224) Schweizer Franken fest.
Ravensburger übernimmt Mehrheit bei Plüschtierfirma Steiff
RAVENSBURG/GIENGEN AN DER BRENZ: Der Knopf im Ohr steht in Zukunft unter Ravensburger-Regie: Der Spielehersteller übernimmt eine Mehrheit am Plüschtierhersteller Steiff, wie die beiden Unternehmen gemeinsam mitteilten. Der Anteil liegt einer Sprecherin zufolge bei 60 Prozent. Verkäuferin ist die Steiff Beteiligungsgesellschaft, die von den Erben der Gründerin Margarete Steiff gehalten wird. Steiff soll weiterhin eigenständig geführt werden. Durch den Schritt sind zwei der bekanntesten deutschen Spielzeugmarken künftig eng verflochten.
Gentechnik im Supermarkt: EU schwächt Regeln ab
STRAßBURG: Mit modernen Gentechnikverfahren veränderte Lebensmittel dürfen in der EU künftig ohne spezielle Kennzeichnung im Supermarkt verkauft werden. Das Europäische Parlament stimmte mehrheitlich dafür, entsprechende Züchtungen in vielen Fällen von bislang strengen EU-Gentechnikregeln auszunehmen. Die Änderungen wurden bereits von den EU-Staaten bestätigt und sollen voraussichtlich ab Mitte 2028 angewendet werden. Komplett ungeprüft kommen aber auch künftig gentechnisch veränderte Pflanzen nicht auf den Markt.
Milliardenauftrag für Windstrom-Plattform geht nach Rostock
BERLIN: Der Stromnetzbetreiber 50Hertz vergibt bei der Energiewende einen Milliardenauftrag überwiegend nach Rostock. Wie das Unternehmen mitteilte, soll ein Konsortium aus den Unternehmen Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables eine große Windstrom-Plattform errichten. Dabei geht es um ein sogenanntes Konvertersystem für das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector 2. Es bestehe aus einer Plattform auf dem Meer und einer Station an Land. Neptun Smulders ist ein Gemeinschaftsunternehmen der zur Meyer-Gruppe gehörenden Rostocker Neptun-Werft und des belgischen Stahlkonzerns Smulders.
Kommunen fehlt Geld: Investitionsrückstand erreicht Rekord
FRANKFURT/MAIN: Um Straßen, Schulen und Sporthallen instand zu setzen, müssten die Kommunen tief in die Tasche greifen. Doch der Investitionsrückstand bei dringend nötigen Sanierungen hat ein Rekordniveau erreicht. Nach einer aktuellen Befragung von Kämmereien im Auftrag der Förderbank KfW beträgt er geschätzt rund 231 Milliarden Euro. Die Summe aus dem Vorjahr von 215,7 Milliarden Euro wurde damit nochmals um 7,2 Prozent übertroffen. Abhilfe soll das im März 2025 verabschiedete Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität schaffen.
BMW: Es sieht nach Personalabbau aus
MÜNCHEN: Nach der deutlichen Gewinnwarnung vom Dienstagabend stehen die Zeichen bei BMW auf Jobabbau. Offiziell verweist der Konzern zwar auf eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung. Doch dass es bei der Zahl der Beschäftigten einen Rückgang geben wird, hatten die Münchner bereits in ihrer Prognose für das laufende Jahr bekanntgegeben. Und die nun angekündigten Maßnahmen deuten auf eine Beschleunigung. BMW hatte am Dienstagabend seine Prognose für das laufende Jahr gekappt. Der Vorsteuergewinn soll nun deutlich sinken - das bedeutet um mindestens 10 Prozent, die Zahl der ausgelieferten Autos schrumpfen.
Krise am Neubau: Deutschland baut an der falschen Stelle
FRANKFURT/MAIN: Der Wohnungsbau in Deutschland bleibt auch 2026 schwach - und zu viele Wohnungen entstehen dort, wo sie wenig gebraucht werden. Das geht aus einer Analyse des Immobilienspezialisten Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. Demnach werden jährlich rund 50.000 neue Wohnungen in Regionen mit stagnierender oder sinkender Nachfrage errichtet. Diese stünden dem großen Bedarf in Ballungszentren nicht zur Verfügung. «Es wird oft am falschen Ort gebaut. Während in ländlichen Regionen teilweise ein Überangebot entsteht, herrscht in den Metropolen und Wachstumszentren ein Mangel an neuem Wohnraum», sagt JLL-Experte Sören Gröbel.
Rüstungskonzern KNDS will Produktion in Deutschland ausbauen
BERLIN: Der Rüstungskonzern KNDS setzt beim Ausbau seiner Produktion auf zusätzliche Standorte in Deutschland und eine engere deutsch-französische Zusammenarbeit. Deutschlandchef Florian Hohenwarter nennt in einem Interview den neuen Capint-Kampfpanzer als Beispiel: «Diese Lösung bringt Technik aus beiden Ländern zusammen: Der untere Teil dieses Kampfpanzerkonzepts basiert auf dem Leopard 2 von KNDS Deutschland, der Turm kommt auf Wunsch des französischen Militärs von KNDS Frankreich.» Den Produktionshochlauf bei KNDS sollen auch zwei neue Standorte in Deutschland sicherstellen.
Chef von Capri-Sun zu Strohhalmpetition: «Schlecht gemacht»
EPPELHEIM: Nach der gescheiterten Petition von Capri-Sun für eine Rückkehr zum Plastikstrohhalm hat der langjährige Unternehmenschef Kritik geübt - das Ziel der Aktion aber verteidigt. «Die Petition war schlecht gemacht und falsch - das nur nebenbei», sagte Hans-Peter Wild, Präsident des Verwaltungsrates der Capri Sun Group Holding AG. «Aber in der Sache macht die Forderung von Papier-Trinkhalmen absolut keinen Sinn.» Capri-Sun wollte mit einer Online-Petition eine Million Unterschriften sammeln, kam aber nur auf weniger als 170.000.