Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1567 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1567 (Donnerstag: 1,1537) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8645 (0,8667) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86305 (0,86330) britische Pfund, 185,30 (185,21) japanische Yen und 0,9217 (0,9221) Schweizer Franken fest.
SpaceX macht Rekord-Börsengang perfekt
NEW YORK: Elon Musks Weltraumfirma SpaceX schreibt Geschichte mit einem Rekord-Börsengang. Das unter anderem für seinen Satelliteninternet-Dienst Starlink bekannte Unternehmen verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 135 Dollar - und nimmt damit 75 Milliarden Dollar (64,8 Mrd Euro) ein. Am Freitag kommt die Aktie in den Handel. Beim zuvor größten Börsengang hatte die saudi-arabische Ölfirma Aramco im Jahr 2019 gut 29 Milliarden Dollar eingenommen.
E-Autos: Mehr als 50.000 Anträge auf Förderung
BERLIN: Für das neue Förderprogramm für Elektroautos sind in den ersten drei Wochen schon mehr als 50.000 Anträge eingegangen. Die Zahl nannte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Die neue Förderung für Elektroautos wirkt», sagte der SPD-Politiker. Die meisten Anträge würden für vollelektrische Autos gestellt. «Das ist kein Wunder: Es gibt immer bessere E-Autos, mehr Ladesäulen und endlich auch kleine und günstige Modelle.»
US-Gericht: Trumps neue Zölle wahrscheinlich rechtens
WASHINGTON: Im Rechtsstreit um die neuen Zölle der US-Regierung in Höhe von zehn Prozent hat Präsident Donald Trump einen Etappensieg errungen. Ein Berufungsgericht ließ die Abgaben bis auf Weiteres in Kraft und begründete das mit den guten Aussichten der Regierung auf einen Sieg im Hauptverfahren, wie aus einer Anordnung hervorging. Ein Urteil in der Sache steht allerdings weiterhin aus.
Tankrabatt drückt Inflation vorübergehend
WIESBADEN: Der Tankrabatt hat den Inflationsschub in Deutschland gebremst. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Noch im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs die Teuerungsrate mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024 getrieben. Für Energieprodukte mussten die Menschen hierzulande 6,6 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, wie die Berechnungen der Wiesbadener Statistiker ergaben. Damit schwächte sich der Preisauftrieb deutlich ab: Im April hatten die Energiepreise noch um 10,1 Prozent angezogen.
Preise von Proteinpulver stark gestiegen
KÖLN/BONN: Proteine - auch in Pulverform - sind in Deutschland derzeit stark gefragt. Verbraucher müssen für entsprechende Produkte immer tiefer in die Tasche greifen. «Die Molkenpulverpreise sind seit Mitte 2023 kontinuierlich gestiegen», sagt Alexander Anton, Generalsekretär des Europäischen Milchindustrieverbands. Der Trend habe seit Beginn dieses Jahres deutlich an Fahrt gewonnen. Die hohen Preise seien auch eine Folge des weltweit knappen Angebots. Der deutsche Markt sei zwar ausreichend versorgt. Dennoch rechnet Anton nicht damit, dass Proteinpulver wieder günstiger wird.
Steuersenkung auf Flugtickets kann kommen
BERLIN: Flugtickets bei Flügen aus Deutschland werden wie geplant ab Juli weniger stark besteuert. Der Bundesrat hat entsprechende Pläne zur Senkung der Ticketsteuer abschließend passieren lassen. Der Bundestag hatte bereits zugestimmt. Die Abgabe sinkt je nach Strecke um einen Betrag zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro pro Flug. Ob Flugtickets dadurch günstiger werden, hängt allerdings davon ab, ob die Airlines die Ersparnis an die Kunden weiterreichen. Angesichts stark gestiegener Kerosinpreise gilt das zumindest als zweifelhaft.
Streit mit Unicredit - Commerzbank-Betriebsrat plant Anzeige
FRANKFURT/MAILAND: Der hitzige Übernahmekampf zwischen der Commerzbank und der Unicredit spitzt sich weiter zu. Der Commerzbank-Gesamtbetriebsrat wirft der italienischen Großbank irreführende Angaben bei ihrem Übernahmeangebot vor und will nun Strafanzeige stellen. «Ich kann bestätigen, dass heute eine außerordentliche Sitzung des Gesamtbetriebsrats stattfindet», sagte Betriebsratschef Sascha Uebel dem «Handelsblatt». «Dabei soll beschlossen werden, dass der Gesamtbetriebsrat seinen Vorsitzenden beauftragt, Strafanzeige wegen des Verdachts der Marktmanipulation und Irreführung nach Paragraf 119 und 120 WpHG gegen unbekannt zu stellen.» Der Vorwurf wiegt schwer: Marktmanipulation ist in Deutschland eine Straftat.
Landgericht: Google haftet für KI-Übersichten
MÜNCHEN: Der Suchmaschinenbetreiber Google kann für falsche Antworten, die von seiner hauseigenen Künstlichen Intelligenz (KI) generiert wurden, in die direkte Haftung genommen werden. Das hat die auf Presse- und Äußerungsrecht spezialisierte 26. Zivilkammer am Landgericht München I entschieden. Das möglicherweise wegweisende Urteil für die digitale Welt ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Google Rechtsmittel einlegen kann.