Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1540 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1540 (Freitag: 1,1640) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8665 (0,8591) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86360 (0,86433) britische Pfund, 184,60 (186,08) japanische Yen und 0,9187 (0,9175) Schweizer Franken fest.
Milliardenpakt für Netzausbau
BERLIN: Ein breiter Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft soll den Netzausbau in Deutschland spürbar beschleunigen. Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und der Telekommunikationsbranche haben dafür das Memorandum of Understanding (MoU) «Bestes Netz für Deutschland» unterzeichnet. «Wir wollen mehr Tempo, weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen, damit der Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk in Deutschland spürbar vorankommt», sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).
Auftragseingänge gehen stärker zurück als erwartet
WIESBADEN: Der Iran-Krieg belastet die Industrienachfrage in Deutschland. Der Auftragseingang ist im April stärker zurückgegangen als von Experten erwartet. Die Aufträge sanken im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zudem wurde der Anstieg im März leicht auf ein Plus von 4,5 Prozent um einen halben Prozentpunkt nach unten revidiert. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Februar bis April um 3,1 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor.
Frankfurter Student gewinnt bei Apples Entwickler-Wettbewerb
CUPERTINO: Ein 22-jähriger Student aus Frankfurt ist mit einer App, mit der man Präsentationen üben kann, unter den Gewinnern eines Programmierwettbewerbs von Apple. Die Anwendung «Pitch Coach» von Anton Baranov kann unter anderem Empfehlungen zum Sprachtempo geben, auf Füllwörter hinweisen sowie mit Hilfe der Bewegungssensoren von Apples Airpods-Ohrhörern auch die Haltung kontrollieren. Die Auswertung der Daten läuft mit KI-Modellen des Konzerns direkt auf den iPhones der Nutzer ohne den Bedarf, Informationen in die Cloud schicken zu müssen.
Drohnen verursachen Millionenkosten an deutschen Flughäfen
FRANKFURT/MAIN: Die wachsende Zahl von Drohnensichtungen führt an deutschen Flughäfen zu rasant steigenden Kosten. Im vergangenen Jahr wurden 226 Drohnenvorfälle gemeldet, zeigt eine Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Davon führten 116 zu Voll- und Teilsperrungen an 25 Flughäfen, die Kosten für den Luftverkehr beliefen sich auf geschätzt 60 Millionen Euro. Berücksichtige man Folgekosten aus Verzögerungen und gestörten Umläufen sowie Flugannullierungen wegen Drohnensichtungen, steige der Schaden auf bis zu 160 Millionen Euro.
Sparen im Süden, zahlen im Norden: Kluft bei Europa-Urlaub
WIESBADEN: Wer seinen Urlaub im Süden Europas plant, kann bei Übernachtungen und Restaurantbesuchen häufig sparen. Das zeigt ein Vergleich der Preise für Hotels und Restaurants durch das Statistische Bundesamt. Demnach zahlte man im April in Nordmazedonien (52 Prozent) im Schnitt nur halb so viel wie in Deutschland. In Bulgarien lagen die Hotel- und Gaststättenpreise 47 Prozent unter dem deutschen Wert. Auch klassische Urlaubsländer wie Portugal (-30 Prozent) und Spanien (-22 Prozent) sind vergleichsweise günstige Ziele.
Bank Intesa will Monte dei Paschi für 30 Milliarden kaufen
TURIN/SIENA/VERONA: Die Fusionswelle unter Italiens Banken geht weiter: Die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo will für mehr als 30 Milliarden Euro ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena übernehmen, wie sie am Montag mitteilte. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an, die vor neun Jahren vom italienischen Staat vor dem Untergang gerettet worden war.
Krise der Stahlbranche: Tausende zu Demo in Berlin erwartet
BERLIN/FRANKFURT: In der Krise der deutschen Stahlindustrie will die IG Metall in Berlin Druck auf die Bundesregierung machen. An diesem Freitag (12. Juni) sollen Beschäftigte aus ganz Deutschland für die Belange der Stahlbranche demonstrieren und vom Brandenburger Tor zum Bundeswirtschaftsministerium ziehen, wie die IG Metall in Frankfurt mitteilte. Es würden Tausende Teilnehmer erwartet.
Chinas Autobauer senken Prognose für 2026 drastisch
PEKING: Die chinesischen Autobauer streichen nach einem weiteren Absatzrückgang ihre Jahresprognose deutlich zusammen. Der Branchenverband PCA rechnet für 2026 jetzt mit einem Rückgang der Verkaufszahlen um elf Prozent. Bisher hatte er einen Rückgang um ein Prozent vorausgesagt. Im Mai sackten die Verkäufe im Jahresvergleich um 22,1 Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge ab, wie die China Passenger Car Association in Peking mitteilte.