Bitcoin auf Talfahrt - tiefster Stand seit Februar
FRANKFURT: Tausende Dollar Minus in wenigen Tagen: Was beim Bitcoin gerade für Unsicherheit sorgt - und wie der SpaceX-Börsengang den Kryptomarkt beeinflussen könnte.
Der Bitcoin hat seine Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt. Der Kurs der ältesten und bekanntesten sogenannten Digitalwährung rutschte im frühen Handel auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise bis auf 61.310 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Am Morgen machte der Bitcoin allerdings einen Teil der Verluste wett und wurde bei 63.500 Dollar gehandelt und damit fast ein Prozent tiefer als am Vortag. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern zeigt die Kursentwicklung, dass es beim Bitcoin eine Unterstützung bei etwa 63.000 Dollar gibt.
Zu Wochenbeginn war der Bitcoin noch rund 74.000 Dollar wert. Experten begründeten den Kursrückgang seit Montag um bis zu 16 Prozent unter anderem mit Verkäufen des Investors Strategy. Dieser ist der größte institutionelle Anleger von Bitcoin und gilt als wichtiger Trendsetter. Die Verkäufe durch Strategy seien zwar vergleichsweise gering ausgefallen, hätten die Anleger aber verunsichert, heißt es.
Marktbeobachter fürchten auch, dass der milliardenschwere Börsengang des Weltraumunternehmens SpaceX von Elon Musk zusammen mit anderen Finanzierungsrunden im Bereich von Technologiewerten zunehmend Risikokapital von den sogenannten Kryptowährungen abziehen könnte.
Die sogenannten Kryptowährungen sind digitales Geld. Es basiert auf einem dezentralen globalen Computer-Netzwerk. Eine zentrale Institution wie eine Bank ist nicht erforderlich. Die Kurse können stark schwanken. Im vergangenen Herbst war der Bitcoin zeitweise fast doppelt so viel wert wie jetzt.