Neues aus der Wirtschaft am Donnerstag

Baukräne prägen das Dresdner Chipindustriegebiet. Eine Studie warnt vor einem stockenden Aufholprozess der ostdeutschen Wirtschaft. Foto: dpa/Robert Michael
Baukräne prägen das Dresdner Chipindustriegebiet. Eine Studie warnt vor einem stockenden Aufholprozess der ostdeutschen Wirtschaft. Foto: dpa/Robert Michael

Studie: Aufholprozess der ostdeutschen Wirtschaft in Gefahr

BERLIN: Zu geringe Investitionen, zu wenige Fachkräfte und eine zunehmend alternde Bevölkerung: Der «Wettbewerbsreport Ostdeutschland» sieht die Gefahr, dass der Osten Deutschlands wirtschaftlich den Anschluss verliert. Die Studie, die das Dresdner Ifo-Institut im Auftrag ostdeutscher Wirtschaftsverbände erstellt hat, empfiehlt der Politik deshalb, schnellstmöglich gegenzusteuern.


Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1617 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1617 (Mittwoch: 1,1637) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8608 (0,8593) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86665 (0,86618) britische Pfund, 185,24 (185,52) japanische Yen und 0,9167 (0,9153) Schweizer Franken fest.


EU verhängt 200-Millionen-Strafe gegen Onlinehändler Temu

BRÜSSEL: Die EU-Kommission hat wegen illegaler Produkte eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro gegen den chinesischen Online-Marktplatz Temu verhängt. Das Unternehmen habe die Risiken und Schäden für Verbraucher nicht ordnungsgemäß bewertet, teilte die Brüsseler Behörde mit. Es handle sich um einen besonders schwerwiegenden Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act - DSA).


EU-Kommission prüft Übernahme von MediaMarktSaturn genauer

BRÜSSEL: Die EU-Kommission prüft die geplante Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler MediaMarktSaturn durch den chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com genauer. «Die vorläufige Untersuchung deutet darauf hin, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren könnten», teilte die Behörde mit.


Verkehrsminister dämpft Hoffnung auf verlängerten «Tankrabatt»

BERLIN: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder dämpft die Erwartungen an eine Verlängerung des «Tankrabatts» über den 1. Juli hinaus. «Der Staat kommt irgendwann an die Grenze seiner Möglichkeiten», sagte der CDU-Politiker dem «Handelsblatt». Schnieder sprach sich dafür aus, vor allem den Güterverkehr in den Blick zu nehmen.


Deutsche Bank: Proteste und Kritik an Aufsichtsratsvergütung

FRANKFURT/MAIN: Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts sieht Deutschlands größtes Geldhaus auf dem Weg an die europäische Spitze. Es gebe viel Potenzial, noch weiter voranzukommen, sagte Wynaendts bei der ersten Präsenz-Hauptversammlung des Dax-Konzerns seit dem Vor-Corona-Jahr 2019, die von vereinzelten Protesten begleitet wurde. Eines der strittigsten Themen dort war das deutliche Plus bei der Bezahlung der Aufsichtsräte.


Hitze wird immer größeres Problem für die Wirtschaft

HAMBURG: Extreme Hitze entwickelt sich laut einer Untersuchung des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade zu einem immer größeren Problem für die deutsche Wirtschaft. Besonders schwierig sei dabei die doppelte Belastung für Unternehmen: Einerseits senkten steigende Temperaturen die Produktivität, andererseits stiegen gleichzeitig die Energiekosten.


Reiche will mehr Kooperation mit China

GUANGZHOU: Angesichts der geopolitischen Lage wirbt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche in China für eine Stärkung der Beziehungen. Anknüpfend an die Reise ihres Parteifreundes Bundeskanzler Friedrich Merz wolle sie «den gewiesenen Weg» mit mehr Kooperationen, Investitionen und dem Ausloten von Chancen ausfüllen, sagte die CDU-Politikerin im südchinesischen Guangzhou (Kanton).


EU-Länder exportieren rund 30 Prozent weniger in die USA

BRÜSSEL: EU-Länder haben im ersten Quartal 30,4 Prozent weniger Waren in die USA exportiert als im Vorjahreszeitraum. Dennoch blieben die USA mit einem Anteil von 18,6 Prozent an allen Exporten das wichtigste Exportziel der EU - dem Zoll-Streit zum Trotz, wie aus Zahlen des Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Den Angaben zufolge exportierte die EU im Zeitraum zwischen Januar und März dieses Jahres Waren im Wert von 119,4 Milliarden Euro in die USA.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.