Flugbranche: Treibstoff für Sommerflüge ist sicher
FRANKFURT/MAIN: Große Unternehmen aus der deutschen Luftfahrt- und Tourismus-Industrie haben den Kunden versichert, dass sie im Sommer keine Flugausfälle wegen fehlenden Kerosins fürchten müssten. Man habe an den eigenen Drehkreuzen sowie an weiteren Flughäfen keine Anzeichen dafür, dass die Treibstoffversorgung im Sommer gefährdet sei, erklärte Lufthansa-Vorstandsmitglied Dieter Vranckx. Auch der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte will den Passagieren die Angst vor Kerosin-Engpässen nehmen: «Ich würde jedem Fluggast klar sagen: Mach dir über deine Buchung derzeit keine Sorge».
Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1637 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1637 (Dienstag: 1,1634) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8593 (0,8595) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86618 (0,86375) britische Pfund, 185,52 (185,22) japanische Yen und 0,9153 (0,9136) Schweizer Franken fest.
Zahl der Superreichen in Deutschland steigt stark
FRANKFURT/MAIN: Rund 5.000 Superreiche besitzen nach Berechnungen der Unternehmensberatung BCG mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland. Demnach ist die Zahl der Menschen in Deutschland, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) besitzen, 2025 um rund 1.100 gegenüber dem Vorjahr gestiegen (plus 28 Prozent). Ihnen gehören 27,3 Prozent des Finanzvermögens von 12,4 Billionen Dollar, also knapp 3,4 Billionen, wie die 26. Ausgabe des «Global Wealth Report» der Boston Consutling Group zeigt.
Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose
BERLIN: Die Auswirkungen des Iran-Kriegs mit hohen Energiepreisen bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft - ein spürbarer Aufschwung ist nicht in Sicht. Auch die Wirtschaftsweisen senken ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr. Der Sachverständigenrat erwartet nur ein Mini-Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,5 Prozent. Im vergangenen Herbst hatten die Ökonomen noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent gerechnet.
Samsung-Gewerkschaft nimmt Einigung auf Rekordboni an
SEOUL: Mitglieder der Samsung-Gewerkschaft haben den Kompromissvorschlag des Managements für Jahresprämien in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro pro Kopf akzeptiert. Laut Gewerkschaft sprachen sich mehr als 70 Prozent der Mitglieder dafür aus, das Angebot der Geschäftsführung anzunehmen, mit dem jüngst ein Generalstreik bei Südkoreas größtem Konzern abgewendet worden war. Die firmenweit gültige Einigung beinhaltet eine Lohnerhöhung von im Schnitt 6,2 Prozent und die Ausschüttung von 10,5 Prozent des Unternehmensgewinns an die Belegschaft. Laut Prognosen könnten damit allein die Boni für die Mitarbeiter der besonders profitablen Halbleiterabteilung umgerechnet rund 340.000 Euro betragen.
Studie: Jeder abgezogene US-Soldat kostet einen halben Job
MANNHEIM: Sollte US-Präsident Donald Trump wie angekündigt 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen, könnte das in den betroffenen Regionen Tausende Jobs kosten. Eine Studie des ZEW in Mannheim und der Uni Köln kommt auf den Verlust einer halben Vollzeitstelle pro abgezogenem Soldat im Umkreis der betroffenen Stützpunkte. Mit langanhaltenden Folgen. Basis der Studie ist der Truppenabzug in den 1990er-Jahren, als nach dem Ende des Kalten Krieges etwa 200.000 US-Soldaten Deutschland verließen. Dies habe zu lokalen Wirtschaftsschocks geführt, sagt Co-Autor Jakob Schmidhäuser vom ZEW. «Die Effekte durch den Truppenabzug gingen weit über direkte Entlassungen an US-Militärbasen hinaus.»
Je höher die Bildung, desto länger verdient man Geld
WIESBADEN: Menschen mit hoher Bildung wie etwa einem Hochschulabschluss verbringen in Deutschland durchschnittlich die längste Lebenszeit in Erwerbsarbeit. Das hat eine Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung ergeben. Personen mit mittlerer und niedrigerer Bildung verbringen dagegen weniger Lebenszeit in Erwerbstätigkeit.
Neue Regeln im Baurecht: Kabinett bringt Novelle auf den Weg
BERLIN: Das Bundeskabinett hat eine Neufassung des Baugesetzbuchs beschlossen, die vor allem den Wohnungsbau in Schwung bringen soll. Planungsverfahren sollen digitalisiert, verkürzt und für Bürgerinnen und Bürger durchsichtiger werden. Daneben sollen Kommunen mehr Handhabe gegen sogenannte Schrottimmobilien bekommen und sie bei «extremem Missbrauch» sogar enteignen können. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) hatte ihre Pläne für das «Upgrade» des Baugesetzbuches vor einigen Wochen vorgestellt.
Teilzeit auf Rekordhoch
WIESBADEN: Der Trend zur Teilzeit hält in Deutschland ungebrochen an. Immer mehr Beschäftigte arbeiten mit reduzierter Stundenzahl: 2025 erreichte die Teilzeitquote unter abhängig Beschäftigten mit 31,9 Prozent einen neuen Höchststand, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit arbeitete fast jede dritte beschäftigte Person in Teilzeit. Die Teilzeitbeschäftigten arbeiteten dabei durchschnittlich länger als noch vor zehn Jahren. 2025 waren es durchschnittlich 21,3 Stunden pro Woche und damit zwei Stunden mehr als noch 2015. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitszeit leicht um 0,1 Stunden an.