Neues aus der Wirtschaft am Dienstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1573 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1573 (Montag: 1,1540) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8640 (0,8665) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86340 (0,86360) britische Pfund, 185,35 (184,60) japanische Yen und 0,9206 (0,9187) Schweizer Franken fest.


Trotz Iran-Krieg: Exporte steigen dritten Monat in Folge

WIESBADEN: Deutschlands Exporteure haben trotz Iran-Kriegs und Ölpreisschocks die Ausfuhren den dritten Monat in Folge gesteigert. Im April wuchsen die Exporte verglichen mit März leicht um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Einen Lichtblick gab es mit einem leichten Produktionsanstieg auch für die Industrie. Ökonomen dämpfen dennoch die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung. Der Wert der Exporte belief sich im April auf 136,6 Milliarden Euro - ein Plus von 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat.


Karlsruhe prüft Sonderkündigungsrecht für TV-Verträge

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht nimmt ein seit zwei Jahren geltendes Sonderkündigungsrecht für Fernsehverträge zwischen Vermietern und Netzbetreibern unter die Lupe. Es gehe unter anderem um die Frage, ob die Interessen der betroffenen Unternehmen bei der Gesetzesreform stärker hätten berücksichtigt werden müssen, sagte der Gerichtspräsident und Vorsitzende des ersten Senats, Stephan Harbarth, zu Beginn der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet.


OpenAI beantragt Börsengang - Details bleiben geheim

SAN FRANCISCO: Das Trio der erwarteten Mega-Börsengänge von Tech-Unternehmen ist komplett: Auch der ChatGPT-Erfinder OpenAI hat nun eine Aktienplatzierung beantragt. Ähnlich wie beim Rivalen Anthropic bleiben Details des vertraulichen Antrags aber zunächst unter Verschluss. OpenAI betonte zudem, dass es bis zu dem Börsengang noch dauern könne. Denn es erleichtere einige geschäftliche Dinge, nicht an der Börse notiert zu sein.


Chinas Außenhandel gewinnt trotz Iran-Unsicherheit an Fahrt

PEKING: China hat im Mai deutlich mehr Waren in alle Welt verkauft - erneut auch nach Deutschland. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen trotz erhöhter Unsicherheit durch den Iran-Krieg im Vergleich zum Vorjahresmonat in US-Dollar gerechnet um 19,4 Prozent, wie die chinesische Zollverwaltung mitteilte. Die Einfuhren legten demnach um 27,4 Prozent zu. Der Handelsüberschuss belief sich auf 105,4 Milliarden US-Dollar (rund 91 Mrd. Euro). Im Handel mit Deutschland stiegen Chinas Ausfuhren um 9,3 Prozent. Die Einfuhren sanken hier um 6,2 Prozent.


Deutschland ist erstmals seit 2023 Netto-Exporteur von Strom

WIESBADEN: Deutschland ist erstmals seit Ende 2023 wieder Nettoexporteur von Strom. Im ersten Quartal sanken die Stromimporte um 15,5 Prozent, während die Exporte ins Ausland um gut 20 Prozent stiegen. Unterm Strich stand ein Überschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden. Insgesamt wurden im ersten Quartal 126,6 Milliarden Kilowattstunden Strom in Deutschland produziert und ins Stromnetz eingespeist. Dabei stammte über die Hälfte (53,3 Prozent) aus erneuerbaren Energien wie Wind und Solar.


iPhones in EU ohne KI-Siri - Apple greift Kommission an

CUPERTINO: Apple wirft der EU-Kommission vor, mit Forderungen nach einer vollständigen Öffnung seiner iPhones und iPads für KI-Assistenten anderer Anbieter die Privatsphäre der europäischen Nutzer zu gefährden. Der Konzern entschied, stattdessen die neue Version seiner Assistenzsoftware Siri mit Künstlicher Intelligenz auf iPhone und iPad nicht in der Europäischen Union verfügbar zu machen. Auf Mac-Computern und der Computer-Brille Vision Pro werden auch europäische Nutzer darauf zugreifen können, weil Apple in diesen Segmenten nicht als «Gatekeeper» mit viel Marktmacht eingestuft wurde.


BASF-Chef warnt vor neuem Ölpreisschock wegen Iran-Krieg

FRANKFURT/MAIN: BASF-Chef Markus Kamieth warnt vor einem neuen Ölpreisschock wegen des Iran-Kriegs. «Bei Öl kommen wir jetzt langsam an den Punkt, wo die Reserven jetzt auch langsam mal verbraucht sind», sagte Kamieth im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Wenn die Straße von Hormus nicht bald öffne, könnte es in der zweiten Jahreshälfte «nochmal einen Preisschock auch bei Öl und bei raffinierten Produkten geben». Mit der gesperrten Straße von Hormus verliere die Welt nur 3 Prozent an Gas, bei Öl seien es rund 20 Prozent.


Zahlungsmoral stabil - doch Investitionsmangel bremst Firmen

NEUSS/FRANKFURT: Die deutschen Unternehmen halten ihre Zahlungsmoral trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage stabil. Wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mitteilte, beglichen sie im ersten Quartal dieses Jahres im Schnitt genauso pünktlich ihre Rechnungen wie im Vorjahreszeitraum. Der branchenübergreifende Zahlungsverzug lag den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 7,7 Tagen - exakt so lange wie im ersten Quartal 2025.

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