Neues aus der Wirtschaft am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
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Teure Corona-Masken: Kläger pocht auf Zahlung, Bund winkt ab

BONN: In einem Streit über Corona-Masken droht dem Bund eine Zahlungspflicht von fast einer halben Milliarde Euro. Der Hamburger Textilhändler Pure Fashion Agency pocht auf eine Vereinbarung vom März 2020, die nach Lesart der Firma ein Kaufvertrag war. Bei der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Bonn (Aktenzeichen 1 O 213/25) ließ der Vorsitzende Richter Stefan Bellin keine Tendenz erkennen. «Welche Tatsachen sprechen für einen Kaufvertragsschluss und welche nicht - das ist die große Frage», sagte er. Ein Urteil soll am 22. Juli gesprochen werden.


Sparkassen und Volksbanken zahlen wenig Zinsen für Tagesgeld

FRANKFURT/MAIN: Seit dem Ölpreisschock als Folge des Iran-Kriegs können Sparer die gestiegene Inflation mit üblichen Tagesgeldzinsen nicht mehr ausgleichen. Vor allem bei Volksbanken und Sparkassen wirft geparktes Geld oft kaum Zinsen ab, zeigt eine Analyse des Finanzportals Biallo. Im Verbundsektor - bei 594 untersuchten Sparkassen und Volksbanken - liegt demnach der unbefristete Tagesgeldzins bei im Schnitt 0,4 Prozent. Bei den analysierten überregionalen Banken und Direktbanken seien es 1,0 Prozent, mehr als das doppelte.


Interhyp-Umfrage: Wachsende Hürden für Immobilienkauf

MÜNCHEN: Eine wachsende Zahl von Menschen in Deutschland empfindet einen Haus- oder Wohnungskauf als unbezahlbar. Das zeigt eine Umfrage des Finanzierungsvermittlers Interhyp unter rund 1.000 Befragten. «Der Wunsch nach Wohneigentum ist in Deutschland ungebrochen, aber die Leistbarkeit ist zuletzt bei einigen Kaufinteressierten unter Druck geraten», hieß es. 46 Prozent der Befragten bewerten Immobilien in ihrer Region demnach als kaum bezahlbar - 2025 waren es noch 39 Prozent.


Bund will Luftfahrt stärken - Strategie beschlossen

BERLIN: Die Bundesregierung will die Luftfahrtindustrie in Deutschland stärken. Dazu wurde im Kabinett eine Strategie beschlossen. «Ziel der Bundesregierung ist es, die Weichen zu stellen, damit Deutschland gemeinsam mit den europäischen Partnern auch in den kommenden 15 Jahren als führende Luftfahrtnation dauerhaft erfolgreich wird und bleibt», heißt es. Die Luftfahrt sei global und langfristig ein Wachstumsmarkt. Ein leistungsfähiger, sicherer und nachhaltiger Luftverkehr sei von essenzieller Bedeutung für die Mobilität von Menschen und Gütern sowie für die Anbindung Deutschlands an Märkte.


Anteil von Wärmepumpen in Neubauten verdoppelt sich

WIESBADEN: Ein immer größerer Teil der neuen Wohngebäude in Deutschland wird mit Wärmepumpen beheizt. Knapp drei Viertel (73,6 Prozent) der rund 58.900 Wohngebäude, die 2025 fertiggestellt wurden, nutzen hauptsächlich Wärmepumpen für Heizenergie, teilte das Statistische Bundesamt mit. Binnen zehn Jahren hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt: 2015 waren Wärmepumpen erst in gut 31 Prozent der 105.600 errichteten Wohngebäude die dominierende Heiztechnik.


Bosch setzt auf Milliardenmarkt mit Robotik und KI

BERLIN: Angesichts einer Ertragskrise im klassischen Automobilgeschäft setzt der Technologiekonzern Bosch stärker auf einen rasant wachsenden Zukunftsmarkt: die Automatisierung und humanoide Robotik. «Bosch bewegt die Zukunft - auf Rädern und mit Armen», sagte Bosch-Digitalchefin Tanja Rückert auf dem Branchentreff «Bosch Connected World» (BCW) in Berlin. Konzernchef Stefan Hartung machte deutlich, dass mit dem Aufkommen humanoider Roboter der Bedarf an Bosch-Lösungen rasant steige. Er stellte in Aussicht, dieses Segment zu einem «Geschäft in Milliardenhöhe» zu entwickeln.


USA erwarten bestbesuchte Fußball-WM der Geschichte

WASHINGTON: Kurz vor Beginn der Fußball-WM rechnet die US-Regierung trotz Diskussionen über hohe Reisekosten und die politische Lage im Land mit einem Besucherrekord. Die Weltmeisterschaft werde die bestbesuchte der Geschichte, sagte der US-Tourismusbeauftragte Nick Adams der Deutschen Presse-Agentur. «Niemand inszeniert ein solches Spektakel wie Amerika.» Die USA bereiteten sich auf eine Veranstaltung mit dem Umfang von 78 Super Bowls vor. Alle jüngsten Daten deuteten auf eine steigende Nachfrage hin.


Verband: Chinas Autoexporte steigen deutlich

PEKING: China hat im Mai deutlich mehr Autos exportiert, während die Nachfrage im heimischen Markt weiter zurückging. Wie der Verband der Automobilhersteller (China Associaton of Automobile Manufacturers - CAAM) mitteilte, stiegen die Ausfuhren von Personenkraftwagen um 73 Prozent verglichen mit Mai vergangenen Jahres auf rund 809.000 Autos. Besonders deutlich legten demnach die Exporte von Elektro- und Hybridwagen zu, die sich im Vergleichzeitraum auf rund 435.000 mehr als verdoppelten.

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