Papst mahnt zu zurückhaltendem Umgang mit sozialen Medien
ROM: Bereits sein erste Enzyklika handelte von KI. Jetzt legt Leo XIV. in einer Videobotschaft nach. Er warnt vor einer Welt des «bloßen Scheins».
Papst Leo XIV. hat die Jugend weltweit zu einem zurückhaltenden Umgang mit sozialen Netzwerken und Künstlicher Intelligenz ermahnt. In einer Videobotschaft rief das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken dazu auf, soziale Medien wie Instagram oder TikTok sowie KI in einer «moderaten und disziplinierten Weise» zu nutzen -«weil sie uns in eine irreale Welt katapultieren können, in der das Vergängliche, der bloße Schein und die Täuschung am Ende den Platz der wahren Werte einnehmen und dessen, was wirklich zählt».
Der Papst aus den USA, der sich derzeit in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo vor den Toren Roms aufhält, äußerte sich in einer Videobotschaft für ein christliches Jugend-Festival in Brasilien. Im Mai hatte Leo bereits als erste eigene Enzyklika eine mehr als 100 Seiten lange Abhandlung zum Thema KI veröffentlicht. In dem Lehrschreiben «Magnifica Humanitas» (Großartige Menschheit) forderte er strenge Richtlinien für den Umgang damit. Zugleich verwies er auf Chancen, die die neue Technologie mit sich bringe.
Nach CSD-Attacke: Merz «im ständigen Austausch» mit Behörden
BERLIN: Der Bundeskanzler ist nach dem Angriff eines Autofahrers auf Feiernde in Berlin sofort informiert worden. In eine Lagebesprechung des Innenministeriums lässt er sich zuschalten.
Nach dem Angriff eines Autofahrers auf Passanten am Rande des Christopher Street Days in Berlin lässt sich Bundeskanzler Friedrich Merz in eine Lagebesprechung des Innenministeriums zuschalten. «Alle weiteren Schritte werden anschließend in enger Abstimmung mit dem Land Berlin, den Sicherheitsbehörden und innerhalb der Bundesregierung entschieden», hieß es am Vormittag aus Regierungskreisen. Merz sei im ständigen Austausch mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und den Behörden.
Der Kanzler befand sich am Samstagabend zum Tatzeitpunkt bei den Bayreuther Festspielen. Heute Abend wird er beim traditionellen Libori-Mahl in Paderborn erwartet.
D-Day-Landungsstrände in Normandie werden Unesco-Welterbe
BUSAN: 1944 landeten die Alliierten in der französischen Normandie, um Europa von Westen her von den Nazis zu befreien. Nun sind die Landungsstrände als Unesco-Welterbe anerkannt worden.
Die D-Day-Landungsstrände in der französischen Normandie sind in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das Unesco-Komitee hat dies während einer Sitzung im südkoreanischen Busan beschlossen. Zur neuen Welterbestätte zählen die fünf historischen Landungsstrände Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach sowie weitere mit der alliierten Landung verbundene Erinnerungsorte.
Am 6. Juni 1944 landeten dort Soldaten der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs. Der D-Day markierte den Auftakt der Befreiung Europas von den Verheerungen des deutschen Nationalsozialismus von Westen her. Zur Streitmacht der Alliierten gehörten damals vor allem US-Amerikaner, Briten, Kanadier, Polen und Franzosen. Etwa 3.100 Landungsboote mit mehr als 150.000 Soldaten machten sich auf den Weg nach Nordfrankreich. Tausende von ihnen starben während der folgenden Gefechte.
In Frankreich liegen nach der Anerkennung der D-Day-Landungsstrände nun 55 Welterbestätten, gleich viele wie in Deutschland. Nur China (60) und Italien (60) haben weltweit noch mehr Unesco-Welterbestätten zu bieten.
Neu nominiert für die Unesco-Versammlung in Südkorea sind weltweit insgesamt 30 Vorschläge. Deutschland wirbt darum, dass die Waldsiedlung Zehlendorf im Berliner Südwesten als Erweiterung der bereits seit 2008 bestehenden Welterbestätte «Siedlungen der Berliner Moderne» anerkannt werden soll.