Mindestens fünf Tote bei heftigen Regenfällen
SANTIAGO DE CHILE: Heftige Niederschläge in Chile sorgen für Überschwemmungen. Mindestens fünf Menschen sterben, Zehntausende sind von der Außenwelt abgeschnitten. Auch die Hauptstadtregion ist betroffen.
Bei Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle in Chile sind nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, mehr als 30.000 von der Außenwelt abgeschnitten, teilte die chilenische Katastrophenschutzbehörde Senapred am Sonntag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mit.
Die Niederschläge hatten bereits in der vergangenen Woche zunächst in mehreren Regionen im Süden und Zentrum des südamerikanischen Landes eingesetzt. Sie hielten auch in der Nacht auf Montag noch an. Betroffen war auch die Metropolregion der Hauptstadt Santiago de Chile, in der knapp 40 Prozent der Gesamtbevölkerung leben.
Tausende Häuser wurden nach Angaben der Regierung beschädigt, vielerorts fiel der Strom aus. Am Wochenende nahmen die Niederschläge auch in den eigentlich trockenen Wüstenregionen Coquimbo und Atacama zu. Medienberichten zufolge traten Flüsse über die Ufer, mehrere Orte mussten wegen Erdrutschen oder Hochwasser evakuiert werden.
«de Volkskrant»: Spahns Vorgehen kam der AfD zupass
AMSTERDAM: Zum Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn heißt es am Montag in der niederländischen Zeitung «de Volkskrant»:
«Es war wohl kein Zufall, dass Daniel Peters, Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, einer der ersten CDU-Politiker war, der Jens Spahns Rücktritt forderte. Bei den Landtagswahlen im September droht der CDU eine schwere Niederlage gegen die rechtsextreme AfD. Spahns Vorgehen passt genau in den AfD-Diskurs über eine Elite, die sich über die Regeln erhebt, die für andere gelten sollen. (...)
Spahn wird dem konservativen Flügel der CDU zugerechnet. Er gilt als fleißig und kompetent, aber auch als Egozentriker, der vor allem an seine eigene Karriere denkt und dem man nie ganz trauen kann. Ein hochmütiger Mann, dem ein Hauch an Zweifeln anhängt. (...)
In letzter Zeit hatte Spahn jedoch wieder Aufwind bekommen, als der «Fixer», der für Merz die Probleme im Bundestag regelt. Anders als Merz ist Spahn ein Meister des politischen Handwerks. Seit er sich um die politische Abstimmung mit der SPD kümmerte, lief die schwarz-rote Koalition deutlich besser.»