Neues aus dem Ausland am Sonntag

Sommerlicher Blick auf das Ripley’s Aquarium of Canada in Toronto mit modernen Hochhäusern im Hintergrund und wehender kanadischer Flagge im Vordergrund. Foto: Mauro Unsplash/Fabio Cilurzo
Sommerlicher Blick auf das Ripley’s Aquarium of Canada in Toronto mit modernen Hochhäusern im Hintergrund und wehender kanadischer Flagge im Vordergrund. Foto: Mauro Unsplash/Fabio Cilurzo

Neuer Premierminister verspricht «mehr Luft zum Atmen»

LONDON: Nach Monaten in der Regierungskrise bekommt Großbritannien einen neuen Regierungschef. In seiner Rede wird der Regierungschef auch auf die beunruhigende Statistik in der Downing Street eingehen.

Der künftige britische Premierminister Andy Burnham wird während seiner ersten Rede als Regierungschef «mehr Luft zum Atmen» bei finanziellen Entscheidungen versprechen. Das geht aus einem Manuskript zur Rede des 56-Jährige nach seiner Ernennung am Montagvormittag hervor. Er wird demnach darlegen, dass er für spürbaren Verbesserungen im Alltag der Menschen im Vereinigten Königreich eintrete.

Großbritannien durchlebt seit Monaten eine tiefe Regierungskrise. Burnham, der am Vormittag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt werden wird, ist der siebte Premier binnen zehn Jahren. Dieser Fakt zeige, wie dringend Großbritannien eine stabilere und verantwortungsvollere Politik brauche, wird Burnham sagen.

Der Vorlage zufolge wird er der die aktuelle Situation als einen Moment der «Reflexion und Entschlossenheit» beschreiben und betonen, dass Großbritannien den Herausforderungen ehrlich ins Auge blicken müsse. Gleichzeitig müsse das Land zeigen, dass es international wieder als Beispiel für effektive Regierungsführung wahrgenommen werden könne. Er wird demnach aber betonen, dass die Britinnen und Briten wieder mit Hoffnung und Zusammenhalt in die Zukunft blicken könnten.


Burnham wird zum britischen Premierminister ernannt

LONDON: Nach Monaten in einer tiefen Regierungskrise bekommt Großbritannien einen neuen Regierungschef. Der Weg von Andy Burnham führt zunächst zum König.

Andy Burnham wird an diesem Montag zum britischen Premierminister ernannt. Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester soll am Vormittag zunächst von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt werden, ehe er an seinem neuen Amtssitz in der Downing Street eine Rede halten wird. Der 56-Jährige wird der siebte Premier binnen zehn Jahren.

Burnham folgt auf Keir Starmer, der im Juni infolge mehrerer politischer Fehlschläge seinen Rücktritt angekündigt hatte. Am Freitag war Burnham offiziell zum Vorsitzenden der Regierungspartei Labour ernannt worden.


Dutzende Waldbrände - Flugzeuge im Einsatz

ALGIER: Nach tagelangen Waldbränden in Algerien sind dort ganze Landstriche verkohlt. Feuerwehrleute treiben die Löscharbeiten unter hoher Hitze und bei starken Winden voran.

In Algerien haben Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen rund 70 Waldbrände gezählt - angefeuert von hoher Hitze in dem nordafrikanischen Land. Mehr als 40 davon seien inzwischen unter Kontrolle, teilte Algeriens Zivilschutzbehörde heute mit. Die Brände wüteten demnach in 9 der rund 70 Provinzen des Landes, besonders betroffen sei Skikda an der Mittelmeerküste.

Neben Löschfahrzeugen waren auch Flugzeuge und Hubschrauber der Armee im Einsatz, um die Brände zu bekämpfen. Betroffen sind neben Wäldern auch landwirtschaftliche Flächen und Palmenhaine. Die Staatsagentur APS berichtete heute, dass die Löscharbeiten andauerten. Berichte über Opfer gab es nicht.

Die aktuelle Hitzewelle in Algerien wird den meteorologischen Behörden zufolge noch einige Tage andauern. In einigen Gegenden werden dort Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius erwartet. Die hohe Hitze und starke Winde dürften die Ausbreitung der Waldbrände noch verstärkt haben.


Mitarbeiter in Südafrikas Atomkraftwerk Koeberg Strahlung ausgesetzt

KAPSTADT: Bei drei Vorfällen waren Mitarbeiter radioaktiven Strahlen ausgesetzt. Nach Angaben der Regierung bestand für die Bevölkerung jedoch zu keinem Zeitpunkt Gefahr.

Im südafrikanischen Kernkraftwerk Koeberg sind während Wartungsarbeiten mehrere Mitarbeiter radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen. Wie der Energieminister Kgosientsho Ramokgopa während eines Briefings am Sonntag mitteilte, sei jedoch kein radioaktives Material in die Umwelt gelangt. Die Vorfälle hätten sich auf zwei Reaktoren beschränkt, für die umliegenden Gemeinden habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden.

Die Vorfälle in dem rund 40 Kilometer von Kapstadt entfernten Kraftwerk ereigneten sich am 30. Juni sowie am 2. und 7. Juli. Auslöser war nach Angaben des Ministers ein vorübergehender Stromausfall, der die Lüftungsanlagen beeinträchtigte. Die Strahlenbelastung der betroffenen Mitarbeiter habe, nach Angaben von Ramokgopa, unter der Belastung einer zahnärztlichen Röntgenaufnahme gelegen. Der Leiter der Abteilung für Nuklearsicherheit, Velaphi Ntuli, erklärte, die Vorfälle seien nicht als meldepflichtige Ereignisse im Bereich der nuklearen Sicherheit einzustufen.

Land hat mit Stromausfällen zu kämpfen

Kernenergie soll demnach weiterhin Teil der Energiezukunft Südafrikas sein. Bis 2039 will das Land zusätzliche Kernkraftkapazitäten in Höhe von 5,2 GW erschaffen, auch wenn es innerhalb der südafrikanischen Öffentlichkeit Bedenken angesichts der Pläne gibt. In den vergangenen Jahren hat das Land mit extremen Stromausfällen gekämpft. Kernenergie wird von der Regierung als Baustein bei der Herstellung einer verlässlichen Energieversorgung gesehen. Derzeit ist Südafrikas Stromversorgung noch stark von Kohle abhängig. Langfristiges Ziel der Regierung ist es, bis 2050 die Stromerzeugung größtenteils ohne fossile Brennstoffe leisten zu können.


Geisterfahrerin auf A45: Zwei Tote - Kinder in Lebensgefahr

FLORSTADT: Eine Frau fährt in falscher Richtung auf die Autobahn. Es kommt zu einem verhängnisvollen Unfall.

Bei einem Unfall mit einer Geisterfahrerin auf der A45 nahe dem hessischen Florstadt sind zwei Menschen gestorben und mehrere schwerst verletzt worden. Bei den drei Kindern der 34 Jahre alten Geisterfahrerin aus Obernburg in Bayern sei der Zustand kritisch, teilte die Polizei mit.

Die Frau sei an der Anschlussstelle Florstadt in falscher Richtung auf die Autobahn gefahren und kurz darauf mit hoher Geschwindigkeit mit dem Auto eines 70-Jährigen frontal zusammengestoßen.

Der 70-Jährige starb am Sonntagmorgen noch an der Unfallstelle. Die Geisterfahrerin erlag wenig später ihren Verletzungen in einer Klinik. Ihr Ehemann und ihre drei Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren wurden schwerst verletzt.

Durch den Unfall wurden der Polizei zufolge alle Insassen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten befreit werden. Sie mussten teilweise mit Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht werden. Zur Ermittlung der genauen Unfallursache beauftragte die Staatsanwaltschaft einen Gutachter.

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